Wiener Ombudsmann der Finanzdienstleister zieht Bilanz:

Qualifizierte Beratung für die Pensionsvorsorge bei Konsumenten gefragt

Wien (OTS) - Nach 9 Jahren Tätigkeit als Ombudsmann der Fachgruppe Finanzdienstleister Wien äußerst sich Mag. Johann Wally durchaus positiv über die Entwicklungstendenzen in der heimischen Finanzdienstleistungsbranche: "Die Konsumenten sind sensibler geworden und legen vermehrt Wert auf objektive Finanzberatung. Insbesondere im Bereich der Pensionsvorsorge hat sich das Bewusstsein zum Handlungsbedarf im Vergleich zu den vergangenen Jahren wesentlich zum Positiven verändert - hier ist gute Beratung gefragt und wird auch in Anspruch genommen", resümiert der Ombudsmann zufrieden.

Konsumenten durch unüberschaubares Vorsorgeangebot stark verunsichert - Warnung vor Internet-Dienstleistungen

Die häufigsten Anfragen bezogen sich 2004 auf die Risikoaufklärung bei der Wertpapierveranlagung, den schwankenden Wertpapiermarkt und standen im Zusammenhang mit der Verunsicherung bei der privaten Pensionsversicherung sowie -absicherung und den Schwierigkeiten bei der Kreditbeschaffung.

Die strengen und restriktiven Kreditvergabebestimmungen der Banken führen zu einem höheren Bedarf an alternativen Finanzierungsmöglichkeiten am Markt. Unbefugte in- und ausländische Anbieter nutzen diesen Umstand und bieten - meist im Internet -unseriöse Kreditgeschäfte an. Konsumenten seien daher gewarnt und mögen keine Kredit- und Veranlagungsangebote via Internet annehmen.

Beratung bei Fremdwährungskrediten oftmals mangelhaft

Im Bereich der Fremdwährungsfinanzierungen verbuchte der Ombudsmann im vergangenen Jahr insgesamt 15 Anfragen. Diese waren alle auf die mangelnde Beratung - meist seitens Banken -zurückzuführen und betrafen Tilgungsträger infolge sinkender Wertpapierkurse.

2004: Keine Fälle für das Gericht

Generell ortet der Mediator zwischen Konsumenten und Finanzdienstleistern aber eine massive Qualitätsverbesserung in der Finanzbranche. Die rund 87 im Jahr 2004 bearbeiteten Fälle wurden zu 100 Prozent - auf außergerichtlichem Wege - rasch und unbürokratisch im Sinne beider Parteien geklärt.

Rat an Konsumenten:

Vor Neuabschluss einer Veranlagung finanzielle Ressourcen und sinnvollen Anlagezeitraum genauestens prüfen

Wer für die Zukunft mit Anlagen vorsorgen möchte, sollte sorgsam prüfen, wie viel Geld tatsächlich regelmäßig für einen sinnvollen Anlagezeitraum angespart werden kann. Die richtige Selbsteinschätzung beim Neuabschluss einer Veranlagung kann Missverständnisse in punkto Anlagerisiko und Rendite meist im Vorfeld vermeiden.

Zudem sollten Konsumenten die schriftliche Dokumentation ihrer Anlagewünsche und -ziele vor der Unterzeichnung nochmals genau überprüfen und die Kopie sorgsam aufbewahren, um spätere Unstimmigkeiten über das Protokoll zu vermeiden.

Über die Rolle der Finanzdienstleister meint der Ombudsmann weiter: " Es besteht ein sehr hoher Bedarf an qualifizierter Beratung für die Pensionsvorsorge. Finanzdienstleister haben dabei eine wichtige volkswirtschaftliche Aufgabe zu erfüllen. Die Bevölkerung soll und muss vorsorgen. Es liegt an der Beratung, ob und wie man das den Menschen auch näher bringen kann."

Der Ombudsmann der Fachgruppe Finanzdienstleister der Wirtschaftskammer Wien ( http://www.diefinanzdienstleister.at ) steht Konsumenten und Finanzdienstleistern bereits seit 1996 bei Problemen im Rahmen von Geldanlage-Beratungen und Finanzdienstleistungen mit Rat und Tat zur Seite. Die Überprüfung von Gewerbeberechtigungen, die Meldung von unbefugten Beratern sowie die Vermittlung zwischen Finanzdienstleistern und Konsumenten standen bei den insgesamt rd. 430 bearbeiteten Problemfällen im Mittelpunkt seiner Tätigkeit.

Mag. Johann Wally ist Wirtschaftstreuhänder, Steuer- und Vermögensberater, seit 1997 Vorstandsmitglied der Fachakademie für Finanzdienstleister / FAF ( http://www.faf.at ) und fungiert als gerichtlich beeideter Sachverständiger für Vermögensberater, Mitglied der Prüfungskommission für Vermögensberater sowie als fachkundiger Laienrichter am Arbeits- und Sozialgericht Wien.

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