Taxi, Mietwagen und Schülerbeförderer: Trinkgeldbesteuerung ungerecht

Pammesberger: "Freundlichkeit und Einsatzbereitschaft des Personals wird bestraft" - "Viele Schülerbeförderer oder Beförderer von Behinderten bekommen nie Trinkgeld"

Wien (PWK073) - Mit großer Verwunderung reagiert der Obmann des Fachverbandes der Personenbeförderungsgewerbe mit Pkw, KommRat Michael Pammesberger, auf die Ankündigung des Finanzministeriums, ein Pauschalbesteuerungsmodell für den "Trinkgeldberuf des Taxilenkers" einzuführen.

"Unsere Taxi- und Mietwagenlenker sind oft der erste Kontakt, den Touristen in Österreich haben. Diesen ersten Eindruck besteuern zu wollen, rechnet sich nicht für den Finanzminister und auch nicht für das Tourismusland Österreich", betont der Obmann des Fachverbandes. Besser als jede noch so problematische "Reform" der Trinkgeldbesteuerung sei es jedoch, von dieser überhaupt abzusehen. Das Beispiel Deutschlands, welches die Besteuerung von Trinkgeldern bereits vor Jahren abgeschafft hat, sei vor diesem Hintergrund am sinnvollsten, ergänzt der Obmann.

Darüber hinaus sieht Pammesberger die Notwendigkeit, einen Irrtum aufzuklären: "Bei den im Personenbeförderungsgewerbe mit Pkw tätigen Lenkern in Österreich handelt es sich nicht nur um Taxi- und Mietwagenlenker. In großem Maße werden Schülertransporte und Beförderungen von behinderten Personen durchgeführt. "Diese Lenker haben noch nie Trinkgeld gesehen und sollen künftig dafür noch bestraft werden", kritisiert Pammesberger. (hp)

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