Friseure: Widerstand gegen Trinkgeldbesteuerung

Kalkulierbarkeit seriös nicht durchführbar

Wien (PWK072) - Klar gegen die Pläne des Finanzministeriums, Trinkgelder zu besteuern, wendete sich heute, Montag, der Bundesinnungsmeister der Friseure, Horst Hofmann. "Die Preisgestaltung der Friseure sieht in keinster Weise Trinkgeld vor. Die erbrachten Dienstleistungen in den Friseurbetrieben werden streng kalkuliert. Eine, von den Kunden freiwillig erbrachte Zuwendung in Form eines Trinkgeldes, ist nicht kalkulierbar und kann daher seriöser Weise in keiner Statistik erfasst werden", betont der Bundesinnungsmeister.

Aus der betrieblichen Praxis sei ersichtlich, dass Trinkgelder in der Vergangenheit immer weniger gegeben werden, da für die Kunden mit der Bezahlung die gesamte Friseurleistung abgegolten ist. "Trinkgelder sind bei den Friseuren kein Element des Einkommens. Selbst wenn Trinkgelder gegeben werden, lassen sich hier weitere Unterschiede nach der geographischen Lage feststellen. In Randlagen sind Trinkgelder absolut zu vernachlässigen", so Hofmann. Die Millionenbeträge, die sich das Finanzministerium offensichtlich aus dieser Aktion erwarte, seien "mit Sicherheit" nicht bei den Friseuren zu holen. (us)

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