Schüssel: 41 Millionen Euro für Exzellenz-Zentrum Med-AUSTRON

Vertragsunterzeichnung für die Realisierung von Med-AUSTRON

Wien (OTS) Bundeskanzler Wolfgang Schüssel unterzeichnete heute gemeinsam mit Bundesministerin Elisabeth Gehrer, Landeshauptmann Erwin Pröll und der Bürgermeisterin von Wiener Neustadt, Traude Dierdorf, den Vertrag zur Realisierung des Med-AUSTRON. Diese Teilchenbeschleunigungsanlage zur Behandlung von Tumoren aber auch zur Werkstoffprüfung ist eines größten Forschungsprojekte der österreichischen Geschichte. Es soll ab 2013 in Wiener Neustadt als "das" mitteleuropäische Exzellenz-Zentrum für Strahlenbehandlung seinen Vollbetrieb aufnehmen sowie für die medizinische und nicht-medizinische Forschung zur Verfügung stehen. Im Vollbetrieb können damit pro Jahr 1.200 Patienten behandelt werden, die bislang in der Region kein derartiges medizinisches Behandlungsangebot vorgefunden haben.

"Für Med-AUSTRON stellt der Bund 41 Millionen Euro zur Verfügung. Als Exzellenz-Zentrum ist es nicht nur für Niederösterreich sondern für ganz Österreich und daarüber hinaus ein sehr wichtiges Projekt. Möglich ist es aufgrund der medizinischen Spitzenleistungen an unseren Universitäten und der Einrichtung der Medizinuniversitäten geworden," so der Bundeskanzler, der Med-AUSTRON als Teil der erfolgreichen Forschungsoffensive der Bundesregierung vorstellte. Bisher hat der Bund dafür in Sonderprogrammen insgesamt 1 Milliarde Euro investiert. "Die erfolgreiche Umsetzung dieses Projektes ist ein gelungenes Beispiel für die gute Zusammenarbeit von Bund, dem Land Niederösterreich und der Stadt Wiener Neustadt. Es war eine über alle Parteiengrenzen hinweg erstklassige rot-weiß-rote Kooperation", betonte Schüssel.

"Bildung, Wissenschaft und Forschung bilden die Grundlage für eine positive Wirtschaftsentwicklung und somit für die Sicherung und Schaffung von Arbeitsplätzen. Wir wollen die Forschungseinrichtungen fit für das 21. Jahrhundert machen. Das Med-AUSTRON ist Teil unserer Strategie, die Stärken zu stärken und die Nischen auszubauen. Eine unserer Stärken ist die Medizinforschung. Es wird zukünftig möglich sein, die Behandlung von Tumoren mit Hilfe von Ionenstrahl auch in Niederösterreich durchzuführen. Bislang mussten die Patienten dafür ins Ausland fahren. Med-Austron stärkt damit unsere Position in der Medizinforschung", erklärte Bildungsministerin Gehrer. Zudem kann die Technologie auch für die Werkstoffprüfung eingesetzt werden, wodurch ein Nischenbereich in der angewandten Forschung neu besetzt wird.

Landeshauptmann Pröll wies auf die wirtschaftliche Bedeutung des Projektes hin. So werden 117,6 Millionen Euro investiert und 400 neue Arbeitsplätze für hochqualifizierte Arbeitskräfte geschaffen. Pröll:
"Mit der heutigen Vertragsunterzeichnung ist eine neunjährige Vorbereitungszeit zu Ende. Für Niederösterreich ist das Projekt von besonderer wirtschafts- und forschungspolitischer Bedeutung. Wir erwarten uns bereits in den nächsten Jahren wichtige wirtschaftspolitische Impulse für die Region."

Bürgermeisterin Dierdorf dankte dem Bund und dem Land Niederösterreich für die Projektunterstützung. Ohne diese, so die Bürgermeisterin, wäre der Wandel von Wiener Neustadt von einer Industriestadt zur Hochtechnologiestadt nicht möglich.

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