Trinkgeldbesteuerung ist eine Farce

Trettenbrein: Grasser will sein Budget auf Rücken der Kleinverdiener aufbessern

Klagenfurt (OTS) - "Die geplante Trinkgeldbesteuerung von Finanzminister Karl-Heinz Grasser ist wohl eine Farce, die wieder einmal "schwer schuftende" ArbeitnehmerInnen betreffen würde. Dies ist einmal mehr eine Attacke auf die private Brieftasche der ohnehin schlecht bezahlten Angestellten", reagierte der Arbeitnehmersprecher im Kärntner Landtag und stellvertretender Obmann der freiheitlichen Arbeitnehmer LAbg. Kammerrat Harald Trettenbrein auf das Heftigste.

Das Trinkgeld sei ein persönliches Dankeschön an die Hilfsbereitschaft und vor allem Freundlichkeit der in Dienstleistungsbetrieben schuftenden Angestellten. Die Einnahme der Trinkgelder sei die einzige Möglichkeit der ArbeitnehmerInnen, ihre finanzielle Situation durch Freundlichkeit und Elan aufzubessern.

Durch eine Besteuerung laufe man Gefahr, dass die Trinkgeldgeberfreudigkeit der Gäste auslasse bzw. stark zurückginge und dadurch das Service darunter stark leide. Auch laufe man Gefahr, dass die Besetzung der Arbeitsplätze - vor allem im Gastgewerbe - in Hinkunft nicht mehr mit Arbeitskräften aus dem heimischen Markt besetzt werde und Osteuropäer mehr denn je Tür und Tor geöffnet werde.

"Dadurch würde die Wirtschaft, vor allem in Bundesländern mit starken Gastro-Angeboten wie Kärnten, sehr in Mitleidenschaft gezogen werden. Minister Grasser wäre besser damit bedient, sich Gedanken zu machen, wie den ArbeitnehmerInnen geholfen werden kann, dass diese finanziell besser da stehen, anstatt zu überlegen, wie er den "Kleinen" wieder einmal Geld für die Aufbesserung seines Budgets, aus deren Brieftasche ziehen kann", forderte Trettenbrein den Minister auf.

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