Ö1 gratuliert Gerhard Rühm zum 75. Geburtstag: fünf Sendungen, Chansonabend im RadioKulturhaus, CD-Package

Wien (OTS) - Der vielfach ausgezeichnete österreichische
Komponist, Interpret, Dichter und bildende Künstler Gerhard Rühm begeht am 12. Februar seinen 75. Geburtstag. Ö1 widmet dem Mitbegründer der "Wiener Gruppe" aus diesem Anlass fünf Sendungen:
"Tonspuren" (11., 13.2.), "Nachtbilder" (11.2.), "Hörbilder" (12.2.), "Die Hörspiel-Galerie" (12.2.) und ein "Kunst-Radio" (13.2.). Am 2. März findet im RadioKulturhaus ein Chansonabend von und mit Gerhard Rühm statt. Zudem bietet der ORF Shop ein spezielles Gerhard Rühm-CD-Package an.

"Der Herr der Laute" lautet der Titel der "Tonspuren" am Freitag, den 11. Februar um 22.15 Uhr (Wiederholung: 13.2., 21.15 Uhr). Doris Glaser gestaltet das Porträt über den Sprachspieler, Lautmaler und Dichter Gerhard Rühm. Ernst Jandl nannte ihn die "Mutter der Wiener Gruppe". Und als solche erzog er sein liebstes Kind, die Sprache, ebenso zärtlich wie radikal. Heute, Jahrzehnte später, ist der ehemalige "Sprachzerstörer" und "Avantgardist" Professor und wird zu seinem 75. Geburtstag nicht nur von den "Tonspuren" gewürdigt.

Im Vorfeld zur Premiere seiner "Salome"-Nachdichtung im März 2004 rezitierte und musizierte Rühm im Akademietheater eigene Werke. Eine Aufnahme dieses "Sprechkonzertes" ist in den "Nachtbildern" am Freitag, den 11. Februar ab 00.08 Uhr zu hören.

In den "Hörbildern" am Samstag, den 12. Februar (Beginn: 9.05 Uhr) porträtiert Mirjam Jessa unter dem Titel "Nur kane Schwoazzn Liada" den Wiener Komponisten Ernst Kölz, der durch die Vertonung der "Schwarzen Lieder" nach Texten von Gerhard Rühm und H. C. Artmann bekannt wurde.

In der "Hörspiel-Galerie" (14.00 Uhr) am 12. Februar - Rühms Geburtstag - steht sein Werk "Der Räuberhauptmann Grasel" auf dem Programm von Ö1. Es wirken mit: Herwig Seeböck, Louise Martini, Brigitte Swoboda, Hildegard Sochor, Fritz Grieb, Walter Langer, Romuald Pekny, Rudolf Melichar und Gerhard Rühm, Regie: Heinz Wilhelm Schwarz (Produktion WDR 1971). Zum Inhalt: Johann Georg Grasel war der Anführer einer Räuberbande am Ende der napoleonischen Kriege, der Ort seiner Taten war Niederösterreich. Er hat legendäre Volkstümlichkeit erworben, ein bekannter Altwiener Tanz, der "Graseltanz", ist nach ihm benannt. In gewissem Sinne hat die Figur Grasels anarchistische Züge. Der Volksüberlieferung nach hat er von seinen Beutestücken und dem geraubten Geld auch etwas an Arme verteilt. Das Hörspiel geht auf authentische Gerichtsakten und Quellen zurück und schildert Grasels dramatische Gefangennahme.

"die winterreise dahinterweise" steht im Mittelpunkt von "Kunstradio - Radiokunst" am Sonntag, den 13. Februar ab 23.05 Uhr. Gerhard Rühms Werk "die winterreise dahinterweise" ist das Ergebnis einer literarisch-radiophonen Auseinandersetzung Rühms mit Franz Schuberts berühmtem Liederzyklus "Die Winterreise". Ursprünglich als Bühnenstück im Auftrag des "steirischen herbstes 1990" konzipiert und komponiert, ersetzte Rühm die Originaltexte Wilhelm Müllers durch eigene. Darüber hinaus entwickelte er eine Radioversion, welche zugleich eine Reise in die Vergangenheit wie in die unmittelbare Umwelt skizziert. Details zum Programm von Ö1 sind abrufbar unter http://oe1.ORF.at.

Am 2. März ist Gerhard Rühm dann live zu erleben: Der Grenzgänger zwischen Literatur, Musik und bildender Kunst ist mit Chansons und Sprechgedichten im RadioKulturhaus zu Gast. "Begegnung der besonderen Art - Sprechtexte und Chansons von und mit Gerhard Rühm" lautet der Titel der Veranstaltung, die um 19.30 Uhr beginnt. Weitere Informationen zum Programm des RadioKulturhauses gibt es auf der Homepage http://radiokulturhaus.ORF.at oder über das Kartenbüro (Tel. 01/501 70-377).

Rühms Werk auf sechs CDs

"Ich habe ja schon sehr früh Chansons gemacht. Sie sind eigentlich zu meiner Hauptarbeit immer nebenher gelaufen, mehr zu meinem eigenen Vergnügen. Es lag ja nahe, wenn man Gedichte schreibt und komponiert, dass man auch Lieder macht", so Rühm über seine Beziehung zum Chanson. Die dreiteilige CD-Box "verlier' nicht den kopf aus liebe -gesammelte chansons aus fünf jahrzehnten" enthält sowohl Chansons, die auf Rühms eigenen Texten basieren, als auch solche mit Texten von Heinrich Heine, Oscar Wilde, Wilhelm Busch u. a. Als Interpret (Klavier und Gesang) ist der Dichter und Komponist selbst zu hören (3 CDs um 28,92 Euro, Ö1-Club-Preis: 26 Euro).

Auf der dreiteiligen CD-Box "vom eintonstück zum damentango -klavierstücke und melodramen 1950 - 1997" sind Gerhard Rühm am Klavier, am Harmonium, auf der Celesta und als Sprecher, Ernst Klötz auf der Sopranblockflöte und Benedikt Leitner am Violoncello zu hören. Die Aufnahmen für diese in der "Edition Zeitton" erschienene Box fanden 1996 und 1997 im ORF-Funkhaus statt (3 CDs um 43,46 Euro, Ö1-Club-Preis: 39,14 Euro).

Anlässlich des 75. Geburtstages von Gerhard Rühm sind die beiden Rühm-CD-Editionen von Österreich 1 auch als Package zum Preis von 50 Euro erhältlich im ORF-Shop, Tel. Nr.: 01/501 70/373, Fax 01/501 70/375, Mail: orfshop@orf.at oder im Internet unter http://shop.ORF.at (ih)

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