ARBÖ: Kinder und Eltern auf der Autofahrt zu 60 Prozent falsch gesichert

Niederschmetterndes Ergebnis der Schüler-Aktion "Große kümmern sich um Kleine"

Wien (OTS) - Auf der Autofahrt zur Schule und in den Kindergarten sind Eltern und Kinder nur zu 40 Prozent korrekt angeschnallt. Die große Mehrheit von 60 Prozent ist falsch gesichert. Zu diesem niederschmetternden Ergebnis kamen Wiener Schüler und Schülerinnen in einer vom ARBÖ initiierten Aktion "Große kümmern sich um Kleine", bei der sich die Schüler auch selbst aufs Korn nahmen. Wilhelm Patzold vom ARBÖ-Informartionsdienst fordert - gerade vor den Semesterferien - Eltern, Verwandte und Bekannte nachdrücklich dazu auf, Kinder richtig im Auto an zu schnallen.

Zurück zur Aktion "Große kümmern sich um Kleine". Zuerst führten Schülerinnen und Schüler der Höheren Lehranstalt für Tourismus (Bergheidengasse, Ausbildungsschwerpunkt Tourismus und Freizeit, 4. Jahrgang) unter der Leitung von Fachlehrerin Eva Bussmann an fünf verschiedenen Wiener Schulen und Kindergärten morgendliche Stichproben durch. Die Schüler kontrollierten bei einigen Hunderten Autofahrern, ob Kinder von ihren Eltern korrekt angeschnallt zur Schule bzw. in den Kindergarten gebracht werden und ob sie sich dabei auch selber angurten.

"Wir wollten wissen ,wie es mitten im Tagesstress um die Sicherheit der Kleinen bestellt ist und ob die Eltern mit gutem Vorbild vorangehen.. Deshalb haben wir die Stichproben bewusst während des Schuljahres initiiert und nicht zu Schulbeginn, wo der Aufmerksamkeitspegel generell höher ist", erklärt ARBÖ-Verkehrsexperte Wilhelm Patzold.

"Besonders erschüttert hat mich, dass 11 Prozent der Eltern zwar sich selbst, nicht aber ihre Kinder angurten", meint Fachlehrerin Bussmann mit Blick auf die unkorrekt Transportierten. In einigen Fällen bewegten sich die Kids frei im Auto, obwohl ein Kindersitz daneben lag. "Offensichtlich kapitulieren die Eltern vor dem Geraunze der Kleinen", vermutet Sonja Mühlbauer, die das Projekt leitet. Weitere Detail-Ergebnisse: 26 Prozent der Untersuchten schnallten weder sich noch ihre Kids an. Und 23 Prozent der Eltern verzichteten selber auf den lebensrettenden Gurt, sicherten aber immerhin ihre Kinder im Kindersitz.

Aufgerüttelt durch diese niederschmetternde Ergebnisse checkten die Schülerinnen und Schüler auch noch stichprobenartig, wie es um die Gurtenmoral in der eigenen Schule bestellt ist. Das überraschende Ergebnis nach 95 Checks: Wieder waren nur knapp 41 Prozent korrekt angeschnallt und die große Mehrheit von 59 Prozent nicht korrekt unterwegs. Im Detail waren 36 Prozent der Lenker nicht angegurtet und in den restlichen Fahrzeugen war entweder nur der Fahrer (10 Prozent) oder nur die Beifahrer (3 Prozent) gesichert.

Für ARBÖ-Verkehrsexperten Wilhelm Patzold ist die verblüffende Übereinstimmung der Stichproben ein Hinweis, dass die gezogenen Stichproben die Wirklichkeit treffend wiederspiegeln, auch wenn sie -rein statistisch gesehen - nicht als repräsentativ angesehen werden können.

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