FPÖ - Europaparlament: Mölzer mahnt Scheibner

Freiheitliche Jugend und Freiheitliche Senioren solidarisieren sich mit Mölzer

Wien (OTS) - Auf die gegenüber der APA getätigten Aussagen von FPÖ-Klubobmann Herbert Scheibner, dass er die Antirassismus-Resolution des Europaparlaments solidarisch unterstütze und dass sich über die heftig diskutierten Aussagen Mölzers "jeder Kommentar erübrige", erklärte der freiheitliche EU-Abgeordnete: "Ich verstehe, dass Scheibner im unermüdlichen Bemühen, die von der ÖVP vorgegebene Regierungspolitik auf parlamentarischer Ebene umzusetzen, wenig Zeit hat, sich über historische Vorgänge zu informieren. Dass er aber nicht einmal eine EU-Resolution zum Gedenken an den Holocaust, in der aber gleichzeitig Rassismus und Antisemitismus verurteilt werden, durchzulesen vermag, ist bedauerlich. Sonst wüsste er nämlich, dass in dieser Resolution "angeblich ausländerfeindliche Parteien", womit auch die österreichischen Freiheitlichen gemeint sind, verurteilt werden".

Mölzer meinte auch, dass Scheibner, wenn er ihn kritisiere, hoffentlich nicht der Meinung Ausdruck verleihen wolle, dass die heutige Republik Österreich eine schuldhafte Verantwortung für das NS-Jahrhundertverbrechen in Auschwitz zu tragen habe.

Ausdrücklich positiv bewertete der freiheitliche Europaabgeordnete die diesbezüglichen Aussagen von FPÖ-Parteiobfrau Ursula Haubner und Vizekanzler Hubert Gorbach, die zu unserer aller Verantwortung betonten, die Wiederholung eines Verbrechens, wie es in Auschwitz geschehen ist, zu verhindern, die es aber tunlichst vermieden, von einer schuldhaften Verantwortung der Republik Österreich für dieses Verbrechen zu sprechen.

Der Bundesobmann des Freiheitlichen Österreichischen Seniorenringes und ehemalige Abgeordnete, Karl Wimleitner, erklärt, dass er vor drei Jahren das ehemalige Konzentrationslager Auschwitz besucht hat. "Das was in Auschwitz geschehen ist, ist furchtbar. Ich hoffe, dass sich so etwas in der Geschichte nie mehr wiederholt", so Wimleitner zu seinen persönlichen Eindrücken.

Gleichzeitig fügt Wimleitner, der Mölzer ausdrücklich unterstützt, aber hinzu, dass die heutige Republik Österreich an den damaligen schrecklichen Ereignissen keine Schuld treffe. Denn - so Wimleitner -die Republik Österreich habe zu dieser Zeit als eigenständiger Staat nicht existiert.

Auch der Obmann des Rings Freiheitlicher Jugend, Johann Gudenus, solidarisiert sich mit Mölzer und macht darauf aufmerksam, dass bei allem Respekt für die Opfer des Nationalsozialismus die Jugend nicht in Schuldhaftung genommen werden dürfe.

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