Martinz: Bin bereit, Tourismusreferat zu übernehmen

Nach Abgang Pfeifenbergers Referatseinteilung überdenken

Klagenfurt (OTS) - Im Zusammenhang mit der offenbar bevorstehenden Ablöse von Wirtschafts-, Finanz- und Tourismusreferent Pfeifenberger erklärte heute ÖVP-Landesrat Josef Martinz seine Bereitschaft, das für Kärnten wichtige Tourismusreferat zu übernehmen. Angesichts der vernichtenden Bilanz im Kärntner Tourismus im vergangenen Jahr sei es dringend notwendig, dass ein erfahrener Praktiker sich um diese Aufgaben kümmere, erklärte Martinz: "Der Sommer 2004 war im Hinblick auf die Nächtigungen der schlimmste seit 1962. Es ist hoch an der Zeit, dass jemand die Tourismusagenden übernimmt, der sich in der Materie auskennt, um die rückläufige Entwicklung aufzuhalten und der Tourismuswirtschaft neue Perspektiven zu bieten." Als einziges Regierungsmitglied mit jahrzehntelanger praktischer Erfahrung als Tourismusunternehmer sei er dazu bereit, sagte Martinz.

Für eine rasche und nachhaltige Trendumkehr sei beispielsweise die Umsetzung der seit Jahren versprochenen Tourismusmilliarde (in Schilling) dringend nötig, um die Entstehung einer wetterunabhängigen und immer stärker buchungsentscheidenden Sommerinfrastruktur zu unterstützen. Wie wichtig derartige Infrastrukturangebote seien, zeige die Entwicklung bei unseren südlichen Nachbarn Italien, Slowenien und Kroatien, aber auch in Berlin, wo der Aquadom - ein Aquarium mit einem Lift im Inneren - im ersten Jahr 500.000 Besucher angezogen habe. Martinz: "Für den Tourismus sind visionäre Projekte lebensentscheidend, nicht schöne Worte bei Tourismustagen."

Dort würden von den jeweiligen Tourismusreferenten auch seit Jahren Maßnahmen zur Saisonverlängerung angekündigt, die gar nicht oder zu spät realisiert worden seien, kritisiert Martinz: "Kärnten hinkt immer hinten nach, ob beim Thema Radfahren, das die Burgenländer seit langem intensiv besetzt haben, oder bei den Thermen, wo die Kompetenz seit Jahren in der Steiermark und im Burgenland liegt."
Die Reaktion der Politik auf den vergangenen Katastrophensommer sei hingegen eine Budgetkürzung für die Kärnten Werbung und die darauf folgende Einstellung der TV-Werbung gewesen. Martinz: "Der Tourismus ist in Kärnten zu wichtig, um von Amateuren gemanagt zu werden, hier braucht es Praktiker mit persönlicher Berufser-fahrung, um den Karren wieder flott zu machen. Vom Fremdenverkehr leben schließlich nicht nur die direkt im Tourismus Beschäftigten, er bringt auch Wertschöpfung für viele Gewerbebetriebe vor allem in den ländlichen Regionen."
(Schluss)

Rückfragen & Kontakt:

Kärntner Volkspartei
Kommunikationsleitung
kommunikation@oevpkaernten.at
Tel.: +43 (0463) 5862
http://www.oevpkaernten.at

OTS-ORIGINALTEXT UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | OVK0001