Wöchentlicher Finanzkommentar der Volksbank Investmentbank AG

Wien (OTS) -

USD Euribor USD Libor Dt. Bund je EUR 3m 3m 10y 28.Jan 05 1,303 2,14% 2,73% 3,58% 21.Jan 05 1,300 2,14% 2,69% 3,57% Veränderung -0,20% 0,00%Pkte 0,04%Pkte 0,01Pkte US ATX DAX DJ Ind. T-Bond 10y 28. Jan 05 4,21% 2502,4 4230,4 10467,4 21. Jan 05 4,18% 2426,9 4218,4 10471,5 Veränderung 0,03%Pkte 3,11% 0,28% -0,04%

Das Vertrauen der US-Verbraucher in die wirtschaftliche Entwicklung ihres Landes hat sich im Januar verbessert. Der entsprechende Index des Forschungsinstitutes Conference Board stieg auf 103,4 Punkte (Dezember: 102,7). Der Verbrauchervertrauensindex gilt als wichtiger Indikator für die künftige Entwicklung der Konsumausgaben, die rund zwei Drittel der US-Wirtschaftsleistung ausmachen. In der Eurozone sind die Auftragseingänge der Industrie im November um 1,7 Prozent M/M (Oktober: -0,2%) vor allem wegen deutlicher Auftragszuwächse in der französischen Flugzeugindustrie gewachsen. Die Stimmung in der deutschen Wirtschaft hat sich verbessert. Der Ifo Geschäftsklimaindex erreichte im Januar 96,4 Punkte (Dezember: 96,2) und damit den höchsten Stand seit 11 Monaten. Dabei beurteilten die rund 7000 befragten Unternehmen ihre aktuelle Lage im Vergleich zum Vormonat etwas ungünstiger, die Aussicht auf künftige Geschäfte aber optimistischer. Die österreichische Industrieproduktion ist laut vorläufigen Zahlen der Statistik Austria im November gegenüber dem Vormonat um 1,9% (Oktober: 2,2%) gestiegen. Die chinesische Wirtschaft wuchs im Jahr 2004 mit 9,5 Prozent (03:
9,3%; 02: 8,3%) dank robuster Exporte und hoher Steigerungsraten im Bereich der landwirtschaftlichen Produktion so deutlich, wie seit 1996 (9,6%) nicht mehr.

Die Ölpreise sind in der vergangenen Woche weiter gestiegen. Preistreibend wirkten vor allem die Furcht vor Anschlägen auf irakische Ölanlagen im Vorfeld der Wahl am Sonntag und Unsicherheiten darüber, ob die Opec bei ihrem Treffen, das am selben Tag stattfindet, die Förderquote kürzen wird. Aufgrund der nach wie vor hohen Ölpreise gehen wir von einer Beibehaltung der Quote von aktuell 27 Mio Barrel pro Tag aus und erwarten in der nächsten Woche niedrigere Ölpreise.

Der US-Dollar hat sich in den letzten Tagen im Verhältnis zum Euro seitwärts entwickelt. Vom 4. bis 5 Februar findet das nächste G7-Treffen statt. Besprochen wird dort u.a. der chinesische Yuan, der aktuell in einem Währungsverhältnis von 8,28 fix an den US-Dollar gebunden ist und als deutlich unterbewertet gilt. Steigende Diskussionen über eine mögliche Ankündigung einer "flexibleren" Gestaltung der chinesischen Währung sollten in der nächsten Woche Druck auf die US-Währung ausüben und den Dollar im Verhältnis zum Euro etwas schwächen. Bei der US-Notenbanksitzung am 2. Februar rechnen wir mit einer weiteren Anhebung des Leitzinses um 25 Basispunkte auf 2,50 Prozent.

Die Aktienmärkte tendierten in der vergangenen Woche trotz mehrheitlich gut ausgefallener Wirtschaftsdaten und im Vergleich zur Woche davor etwas besseren Unternehmensdaten mit negativen Impulsen von Seiten des Ölpreises insgesamt seitwärts. Aus dem S&P 500 haben mittlerweile 248 Unternehmen ihr Quartalsergebnis präsentiert. Das kapitalgewichtete Ergebnis je Aktie des Index stieg bei diesen Unternehmen im vierten Quartal gegenüber dem entsprechenden Vorjahresquartal um 18,9 Prozent. Im dritten Quartal erhöhte sich das gewichtete Ergebnis je Aktie bei allen 500 Unternehmen im Index um 16% J/J. Der ATX setzte in den letzten Tagen seinen dynamischen Aufwärtstrend fort und überwand jüngst sogar die Marke von 2500 Punkten. Am deutlichsten zulegen konnten in der letzten Woche bei den Unternehmen im Index Böhler (6,5%), OMV (5,8%) und Wienerberger (5,6%). In der nächsten Woche rechnen wir mit einigen Impulsen von einem niedrigeren Ölpreis mit leichten Kurssteigerungen an den Aktienmärkten.

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