AK: Kostenbelastung für Lkw- und Buslenker durch neue digitale Kontrollgeräte unzumutbar

Fahrerkarte in Österreich unter den drei teuersten in Europa - AK lehnt Kostenüberwälzung auf die Lenker ab

Wien (OTS) - Ab August 2005 soll es mit der Einführung der digitalen Tachografen für neue Lkw zwar bessere Kontrollmöglichkeiten geben, aber es werden wieder die Lenker zur Kasse gebeten, kritisiert die AK. "Die Fahrerkarte ist in Österreich mit 82 Euro teurer als in den meisten europäischen Ländern", beanstandet AK Verkehrsexperte Richard Ruziczka. Während die alten Tachoscheiben die Unternehmer bezahlen mussten, werden die vergleichbaren Kosten für die neue Fahrerkarte nun den Lenkern aufgebürdet. Die AK lehnt das als unzumutbare Belastung für Lkw- und Buslenker ab.

Nur in Norwegen und Finnland werden die Fahrerkarten voraussichtlich so teuer wie in Österreich sein. In den übrigen europäischen Ländern liegen die Kosten deutlich darunter. In Deutschland, der Schweiz und Italien ist nur mit rund der Hälfte der Kosten zu rechnen. Die AK fordert daher, dass die Arbeitgeber die geplanten 82 Euro für die neuen Fahrerkarten, ohne die die neuen Kontrollgeräte nicht zu bedienen sind, bezahlen. "Die Fahrerkarte ist ein notwendiges Arbeitsmittel und keine Privatangelegenheit der Lenker", stellt Ruziczka fest. Wichtig ist für die AK auch, dass Fahrerkarten entsprechend der EG-Regelung ausschließlich an Lenker mit Wohnsitz in Österreich ausgestellt werden. Es muss klar darauf geachtet werden, dass auch Grenzgänger und Praktikanten aus den Nachbarstaaten ihrer Fahrerkarten nur im Heimatland erhalten können, fordert die AK.

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