VP-Korosec: Wiener Gemeindespitälern fehlt Ausbildungsberechtigung

VP-Lakatha: Praxisgerechtere Ausbildung für Turnusärzte gefordert

Wien (VP-Klub) - "Einerseits gibt es in Wien eine übertriebene, ja schickanöse Verwaltung, auf der anderen Seite wird, besonders was die interne Verwaltung betrifft, sehr großzügig vorgegangen. Wie wäre es sonst möglich, dass in fast 50 Prozent aller Wiener Gemeindespitäler Turnusärzte ausgebildet werden, ohne dass das jeweilige Spital über eine gültige Ausbildungsberechtigung verfügt", kritisierte die Gesundheitssprecherin der ÖVP Wien, LAbg. Ingrid Korosec, im heutigen Wiener Landtag.

"Das Fehlen der Ausbildungsberechtigungen ist mit einer Schule ohne Öffentlichkeitsrecht gleichzusetzen. Und die Turnusärzte, die immerhin bis zu drei Jahre auf ihre etwa dreieinhalbjährige Praxisausbildung im Spital warten müssen, erhalten dann ihr ’ius practicandi’ von einer Ausbildungsstätte, die dafür gar keine Berechtigung hat", betonte die ÖVP Gesundheitssprecherin. Auch die Qualität der Ausbildung in Wiener Gemeindespitälern sei in Frage zu stellen, so Korosec. Wie sei es sonst zu erklären, dass bis zu etwa 25 Prozent der in Wien Ausgebildeten ihre Prüfung nicht bestehen, während es bundesweit nur rund 5 Prozent sind. Hier sei rascher Handlungsbedarf seitens der Verantwortlichen gegeben.

Ausbildung für Turnusärzte muss so praxisgerecht wie möglich erfolgen

ÖVP Wien LAbg. Ingrid Lakatha, Mitglied des Gesundheitsausschusses:
"Um die Ausbildung zum Mediziner so praxisgerecht wie nur möglich zu machen, muss der Einsatz von Turnusärzten vor allem in Ambulanzen forciert werden. Damit soll den Turnusärzten ein selbständiges Patientenführen unter Supervision eines Facharztes ermöglicht werden." Auch die Teilnahme an Visiten und Morgenbesprechungen sei unverzichtbar, um das theoretische Wissen auch in die Praxis umsetzen zu können.

"Im Mittelpunkt jeder Debatte über Probleme im Gesundheitsbereich hat immer das Patientenwohl zu stehen. Daher muss auch der Ausbildung von Turnusärzten höchste Priorität eingeräumt werden, da es dabei um unsere zukünftigen Haus- oder Fachärzte geht", betonte Lakatha und forderte von der Wiener SP-Gesundheitsstadträtin umgehendes Handeln.

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