Präsidentenkonferenz: E-Control operiert mit falschen Zahlen

Anti-Ökostrom-Lobbying ist keine Aufgabe der Regulierungsbehörde

Wien (AIZ) - "Es ist völlig unverständlich, dass angesichts immer bedrohlicher werdender Umweltfolgen durch den übermäßigen CO2-Ausstoß nach wie vor glühende Verfechter fossiler Energie heftige Attacken gegen den Ökostrom reiten. Anders sind die mit falschen Zahlen gespickten Angriffe des Leiters der unabhängigen Regulierungsbehörde E-Control nicht zu verstehen", stellte die Präsidentenkonferenz der Landwirtschaftskammern in einer Aussendung zu den Aussagen der E-Control fest. Bei einem durchschnittlichen Verbrauch von 3.500 Kilowattstunden pro Haushalt und Jahr fallen insgesamt Kosten von derzeit EUR 9,- und im Jahr 2007 von rund EUR 15,- an. Wie der Stromregulator auf Horrorzahlen jenseits von EUR 100,- kommt, ist nicht nachvollziehbar. Offenbar werden nun von ihm die Aufwendungen der mehrheitlich mit fossilem Erdgas betriebenen Kraft-Wärme-Kopplungsanlagen auch dem Ökostrom angelastet, um die Förderungen für Ökostrom radikal zu kappen. Es ist nicht Aufgabe des Stromregulators Politik gegen Ökostrom zu machen und dazu noch mit gänzlich falschen Zahlen", so die Präsidentenkonferenz weiter.

Wenn das 7%-Ziel bei der Erzeugung von Ökostrom im Jahr 2007 erreicht ist, fielen nicht mehr als 4,2% der gesamten Stromrechnung auf diesen umwelt- und arbeitsplatzfreundlichen Bereich, ergänzte die bäuerliche Interessenvertretung in ihrer Klarstellung. "Was den E-Control-Leiter bewegt, Anti-Ökostrompolitik mit falschen Zahlen zu betreiben, ist rätselhaft. Zu seinen Aufgaben gehört das jedenfalls nicht. Anstatt Österreich international auf ein Podest zu stellen, weil es in Sachen Energie aus nachwachsenden Rohstoffen eine weltweite Spitzenposition einnimmt, werden diese Leistungen der heimischen Wissenschaft, Forschung, Industrie und Landwirtschaft madig gemacht. Wir verlangen, dass die Regulierungsbehörde ihren eigentlichen Aufgaben nachgeht und die Politik den Politikern überlassen wird", heißt es in der Aussendung abschließend. (Schluss)

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