Gradwohl: Regierung setzt auf Großbauern und Grafen anstatt kleinbäuerliche Strukturen zu fördern

Wien(SK) "63 Prozent der Einkommen in kleinbäuerlichen Strukturen kommen aus der öffentlichen Hand, bei Großbauern, Grafen und Stiftungen beträgt dieser Anteil 93 Prozent", zitierte SPÖ-Agrarsprecher Heinz Gradwohl am Mittwoch im Nationalrat aus dem "Grünen Bericht" - und machte damit deutlich, wie wenig der Regierung die kleinbäuerlichen Strukturen "am Herzen" liegen. Der Regierungspraxis im ständigen Unterausschuss des Rechnungshofs, die Opposition zwar öffentlich zur Mitarbeit einzuladen, de facto aber jede Diskussion zu unterbinden, erteilte Gradwohl eine klare Absage. Für die Probleme, die durch die Agrarpolitik entstehen werden, sei daher allein die Regierung verantwortlich. ****

Wenngleich die Ausgleichszahlungen in Österreich im europäischen Vergleich "ganz hervorragend" seien und wirklich den kleinen Bauern zugute kommen, stellte Gradwohl fest: "Wenn das das einzige ist, mit dem die kleinbäuerlichen Strukturen aufrecht erhalten werden, dann ist das zu wenig." Harsche Kritik erntete die Regierung auch dafür, nicht die Struktur der Fördermaßnahmen anzugreifen, sondern bloß die Etiketten zu ändern. Der Kern der Förderpolitik - mehr Geld für mehr Fläche - bleibe dabei erhalten. (Schluss) lm

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