SJÖ: Gudenus soll als Vorsitzender der BJV zurücktreten

RFJ bricht demokratischen Konsens der Bundesjugendvertretung

Wien (SK) Ludwig Dvorak, Vorsitzender der Sozialistischen Jugend Österreich (SJÖ) und Mitglied des Präsidiums der Bundesjugendvertretung (BJV), ist empört über die Aussagen des RFJ-Vorsitzenden Gudenus und fordert Konsequenzen. "Gudenus bricht mit seinen Aussagen den demokratischen Konsens der BJV und vertritt hierin nur die Positionen des RFJ, die in der BJV keinerlei Mehrheit haben", so Dvorak am Mittwoch gegenüber dem Pressedienst der SPÖ. Konkret tätigte Gudenus heute in einer Aussendung ausländerfeindliche Aussagen und gab Einblick in sein "inakzeptables Gedankengut". ****

Besonders verärgert ist Dvorak über die Tatsache, dass Gudenus' skandalöse Aussagen auf ein Jahr der nahezu vollständigen Absenz des RFJ in der BJV folgen: "Wie sich zeigt, sind die großen Erfolge der BJV während der letzten Jahre auch darauf zurückzuführen, dass wir auf den RFJ verzichten durften."

Skandalös findet Dvorak die rassistischen Ausfälle des RFJ-Obmanns, die einer Jugendvertretung unwürdig sind. Im Bereich von Bundesheer und Zivildienst stellt Dvorak klar, dass die BJV hier für eine Verbesserung der Situation der Jugendlichen und somit für eine Verkürzung in beiden Bereichen eintritt. "Wenn Gudenus gerne Krieg spielen will, dann soll er das alleine - vielleicht auf einer unbewohnten Insel in der Adria - aber er soll Österreichs Jugend damit nicht behelligen", so Dvorak weiter.

Dvorak betont abschließend, dass Gudenus nach seinen jüngsten Aussagen rücktrittsreif ist: "Wenn Gudenus der Meinung ist, dass der Nazi-Faschismus auch seine guten Elemente hatte, dann steht er damit alleine da und ist als Vorsitzender der BJV nicht tragbar. Von dem Zeitgeist, für den Gudenus plädiert, sind wir vor 60 Jahren befreit worden. Gudenus soll zurücktreten. Die Bundesjugendvertretung ist kein Spielplatz für jenseitige Selbstdarsteller und vor allem keine Plattform für rechtsextremistisches Gedankengut." (Schluss) cs/mp

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