ÖH: Alptraum Elite

Viel blumige Worte - aber was steht dahinter?

Wien (OTS) - Ministerin Gehrer versicherte heute in einer Presseaussendung (OTS 0059), dass sich die Universitäten gut entwickeln würden und bedankte sich bei den Verantwortlichen für die Errichtung von "Exzellenzzentren".
Die ÖH (Österreichische HochschülerInnenschaft) warnt eindringlich vor einer sogenannten "Elitenbildung", sei diese in einem Modell einer einzigen oder vieler österreichischer Universitäten verwirklicht. Woher will Gehrer das "frische Geld" nehmen, welches sie für die Schaffung von "Elite-Unis" versprochen hat. Dieses würde dringend an den bestehenden Unis gebraucht werden.

Barbara Wittinger aus dem Vorsitzteam der ÖH: "Gehrers Aussage zeigt wieder einmal in welcher engstirnigen Welt sie lebt. ‚Elite-Unis' sind keine Perspektive, wenn die Basis der akademischen Ausbildung dermaßen desolat ist. Es fehlt an allen Ecken und Enden an den Unis und das kann auch kein Center of Excellents oder Zugangsbeschränkungen lösen."

"Erkennen die Verantwortlichen nicht die Absurdität die hinter ihrem Vorhaben steht?", fragt sich Patrice Fuchs aus dem Vorsitzteam. "Ein sich selbst ernannter ‚elitärer Kreis' will sich eine vom regulären Forschungsbetrieb abgehobene Elite schaffen - wo soll das hinführen? Von guter Entwicklung an den Unis kann wirklich keine Rede sein. Anstatt ein Klima zu schaffen, indem junge WissenschaftlerInnen ihre Ideen mit dem Wissen erfahrener ProfessorInnen fruchtvoll verbinden können, wird die Forschung an den Unis erschwert. Der neueste Höhepunkt an Ignoranz ist die Debatte um Zugangsbeschränken."

"Ministerin Gehrer, Brinek oder auch Zeilinger jonglieren mit vielen blumigen Worten aber was steht dahinter? Durch die Debatte um Center of Excellents und Elite-Unis wird die Eliminierung des freien Hochschulzugangs weiter legitimiert. Dies kann keine Lösung sein aus der bildungspolitischen Sackgasse, sondern grenzt vielmehr an eine Bankrotterklärung. Wann wachen wir endlich aus diesem Alptraum auf?", schließt das Vorsitzteam.

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