Skandalöse Missstände in der TurnusärztInnen-Ausbildung werden nun von der Ärztekammer selbst thematisiert

~ Kritik der Wiener Grünen durch eine aktuelle Studie der Ärztekammer zur Gänze belegt. ~

Wien (OTS) - "Der medizinische Nachwuchs wird in den Wiener Spitälern primär ausgebeutet statt ausgebildet!" zieht die grüne Gesundheitssprecherin Dr. Sigrid Pilz erste Bilanz aus der aktuellen IFES Studie der Ärztekammer. "Die Warnsignale aus der Knochenmühle!" wie Pilz in ihrem Standardkommentar vergangenen Woche beschrieben hatte, sind durch die Befragung bestätigt und leider übertroffen worden. "Die Turnus-Ausbildung für die künftigen praktischen ÄrztInnen ist in ganz Österreich dramatisch schlecht, in der Ostregion und damit in Wien ist sie am schlimmsten!" stellt die Studie, so Pilz, dem Wiener Krankenanstaltenverbund ein vernichtendes Zeugnis aus. "Ausbildungsferne Arbeit und Bürokrieg halten die künftigen HausärztInnen von den Kranken fern. Die Führung der Krankenanstalten und die Gesundheitsstadträte Rieder und Pittermann haben der Misere jahrelang untätig zugesehen!" kritisiert die grüne Gesundheitssprecherin.

"Leider hat der künftige Generaldirektor Dr. Marhold mit seiner Reaktion auf Pilz politische Kritik bereits gezeigt, dass es ihm primär um Rechtfertigung geht als darum nötigste Reformen durchzusezten. Denn sonst würde er nicht das Vorhandensein einer einzigen Ausbildungsärztin im Rudolfspital als Trostpflaster für die Ausbildungskatastrophe im Krankenanstaltenverbund präsentieren." zeigt sich Pilz von der Politik des Mauerns und Dementierens enttäuscht.

"Dass die Vizepräsidentin der Wiener Ärztekammer Dr. Kogelbauer im Zusammenhang mit der grünen Anklage von "reißerischer und falscher Kritik", angesichts des nun zu Tage liegenden Ausbildungsdesasters sprechen kann, beweist, dass für sie als Oberärztin die Ausbildung offensichtlich kein brennendes Anliegen ist."

"Da dem Generaldirektor des KAV seine Verantwortung für die

Ausbildungspflichten gegenüber allen TurnusärztInnen offensichtlich nicht bewusst ist, wird Frau Gesundheitsstadträtin Mag. Brauner ihn anweisen müssen, seinen Pflichten nachzukommen!" mahnt Pilz dringendes Handeln ein.

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