AK zur Schließungswelle: Die Politik muss endlich handeln!

Wien (OTS) - Die Welle von Betriebsschließungen und Massenentlassungen in Oberösterreich nimmt kein Ende. "Die Arbeitslosigkeit wird weiter steigen, wenn Bundes- und Landespolitiker nicht endlich das Problem ernst nehmen und gezielt darauf reagieren", schlägt AK-Präsident Dr. Johann Kalliauer Alarm.

Angefangen von Carrera Optyl über EKB und Dreefs bis hin zu Högl Schuhe: Hunderte Arbeitsplätze sind in Oberösterreich schon verloren gegangen. Und aktuell geht's mit der Lambacher AG und Riedel Glas weiter.

Es ist dringend notwendig, dass endlich eine Initialzündung für eine Wachstumsdynamik gesetzt wird. "Dazu braucht es erstens eine nennenswerte Entlastung der Arbeitnehmer, um die Massenkaufkraft zu stärken - die gerade in Kraft getretene Steuerreform 2005 wirkt diesbezüglich kaum. Zweitens muss die öffentliche Hand durch mehr öffentliche Investitionen in einen Aufschwung investieren", fordert Kalliauer.

Wichtig für den Erhalt von oberösterreichischen Arbeitsplätzen ist auch, dass die Entscheidungszentralen von Großbetrieben (VA Tech!) im Land bleiben. Um die dazu notwendigen Eigentumsverhältnisse an den Firmen zu sichern, muss endlich die Umsetzung eines Landesbeteiligungsfonds angegangen werden.

"Die Landespolitik soll nicht mit fragwürdigen statistischen Zahlen arbeiten", kritisiert der AK-Präsident. Durch die Gründung von Ein-Mann-Unternehmen werden nicht die notwendigen Ersatzarbeitsplätze geschaffen, die durch Massenkündigungen erforderlich wären.

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