Kräuter will Schienenregulator Fuhrmann als Experten im Parlament befragen

Fehlgeleitete Infrastrukturpolitik Gorbachs untersuchen

Wien (SK) SPÖ-Rechnungshofsprecher Günther Kräuter kündigte Mittwoch gegenüber dem SPÖ-Pressedienst an, den vor kurzem von Minister Gorbach aus rein parteipolitischen Motiven entfernten Schienenregulator Gerhard Fuhrmann als Experten im von der SPÖ beantragten "Kleinen Untersuchungsausschuss" zu Infrastrukturfragen befragen zu wollen. Es gehe darum, "die völlig fehlgeleitete Infrastrukturpolitik Gorbachs zu untersuchen, denn "das Einzige, was Gorbach in diesem Bereich gelingt, ist seine FPÖ-Personalpolitik. Minderqualifizierte Parteigänger werden in hohe Ämter gehievt, um ausgewiesene Experten wie Fuhrmann zu ersetzen", kritisierte Kräuter. ****

Wenn sich der Geschäftsführer der Schienen Control GmbH, Fuhrmann, wie in einer Reihe österreichischer Tageszeitungen heute dokumentiert, Sorgen um die Zukunft der ÖBB mache, "dann sollte man das auf Basis seiner 30-Jährigen Erfahrung im Verkehrsbereich ernst nehmen", so Kräuter in Richtung ÖVP und FPÖ. Die Regierungsparteien hätten in der ersten Sitzung des Untersuchungsausschusses leider bereits unter Beweis gestellt, "dass sie Gorbach mit ihrer Mehrheit die Mauer machen, damit dieser sich vor kritischen Fragen drücken kann". Dies werde Gorbach laut Kräuter "nichts nützen", zu lange sei die Liste der offensichtlichen Fehler des Ministers.

Mit der Bestellung von Georg Fürnkranz als Fuhrmann-Nachfolger habe Gorbach "seiner 'Parteibuch über alles'-Politik einen weiteren Baustein hinzugefügt". Fürnkranz verfüge über marginalste Kenntnisse im Verkehrsbereich und glänze allein "durch seine FPÖ-Parteikarriere", schloss der SPÖ-Abgeordnete. (Schluss) ns/mm

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