Bundespräsident Dr. Heinz Fischer zur Gedenkveranstaltung Auschwitz

Wien (OTS) - Bundespräsident Dr. Heinz Fischer bezeichnete heute vor seiner Abreise nach Auschwitz-Birkenau, wo eine Gedenkveranstaltung aus Anlaß des 60. Jahrestages der Befreiung des Vernichtungslagers Auschwitz-Birkenau stattfindet, das Konzentrationslager Auschwitz als das "Symbol des Bösen schlecht hin". Nicht nur die Tatsache, dass in Auschwitz die unfassbare Zahl von mehr als 1 Millionen Menschen vernichtet wurde, sondern auch die Tatsache, dass sich in Auschwitz alle schlechten Eigenschaften gebündelt haben, die es in Menschen geben kann, machen dieses Lager zu einem Fanal: Brutalität, Haß, Grausamkeit, Ungerechtigkeit, Sadismus, Rücksichtslosigkeit, Gewalt gegen Kinder und Frauen, all das und noch viel mehr, war für Auschwitz (und auch für andere Konzentrationslager) charakteristisch.

"Im Gegensatz zu manchen pessimistischen Auffassungen bin ich überzeugt, dass Auschwitz sich in dieser Form nicht wiederholen kann. Ich hoffe sogar, dass der Kampf für Menschenrechte, das Eintreten gegen Krieg und Gewalt und die Akzeptanz der Tatsache, dass es so etwas wie Menschenwürde und Gleichwertigkeit aller Menschen ohne Unterschied der Rasse oder der Religion gibt, durch ein Fanal wie Auschwitz zusätzliche Impulse erhält.
Was immer unsere Gegensätze sein mögen - ein Zivilisationsbruch wie er durch Auschwitz symbolisiert wird, darf und wird sich nicht wiederholen," sagte Bundespräsident Dr. Fischer.

Der Bundespräsident wird morgen (Donnerstag, 27. Jänner) als Vertreter Österreichs an der Gedenkveranstaltung zum 60. Jahrestag der Befreiung des Vernichtungslagers Auschwitz-Birkenau durch die Rote Armee gemeinsam mit mehr als 20 Staats- und Regierungschefs sowie Delegationen aus insgesamt 37 Staaten teilnehmen.

Rückfragen & Kontakt:

Österreichische Präsidentschaftskanzlei
Presse und Informationsdienst
Tel.: (++43-1) 53422 230

OTS-ORIGINALTEXT UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | BPK0001