Titel: "Arbeitszeitflexibilisierung" schwächt Kaufkraft

WK-Vize Sever kontert Sorger-Forderungen

Klagenfurt (Wirtschaftsverband) - Empört reagiert der Präsident des Sozialdemokratischen Wirtschaftsverbandes Kärnten, Leopold Sever, auf die jüngst geäußerten Absichten von IV-Präsident Veit Sorger. Letzterer will die Grenze für die tägliche Normalarbeitszeit auf zehn Stunden anheben, die Höchstgrenze sogar auf zwölf Stunden. Zusätzlich soll die maximale Wochenarbeitszeit auf 60 Stunden und eine Durchrechnung der Überstunden auf mindestens 52 Wochen erhöht werden.

Sever:" Die Industrie kann die Mitarbeiter nicht in Geiselhaft nehmen. Die Flexibilisierung bedeutet nichts anderes als eine Ausweitung der Arbeitszeit. Diese führt zu geringerer Kaufkraft durch den Wegfall der Überstundenzuschläge. Geringere Kaufkraft wiederum bedeutet weniger Inlandsnachfrage, was vor allem die vielen kleinen und mittleren Unternehmen zu spüren bekommen würden."

Sever ergänzt: "Die Großkonzerne haben am meisten von der Steuerreform profitiert, doch versuchen sie, die Steuergeschenke noch zusätzlich auf Kosten der Mitarbeiter aufzufetten. Das ist inakzeptabel und unintelligent.

Ein nachhaltiger Aufschwung, der die kleine und mittelständische Wirtschaft stärkt, kann nur durch faire Einkommen gewährleistet werden." Wie man Mitarbeitern eine angemessene finanzielle Lebensgrundlage bei menschenwürdigen Arbeitszeiten bietet, zeigen tagtäglich die tausenden heimischen KMU vor, so der Vizepräsident der WK Kärnten weiter. Diese Betriebe seien es auch, die weniger anfällig für die Verlockung von Produktionsverlagerungen in Niedriglohnländer seien und deshalb das wahre Rückgrat der heimischen Wirtschaft darstellen, wie Sever betont.

Sever, der selbst einen Kleinbetrieb führt, abschließend: "Darauf weisen wir vom Sozialdemokratischen Wirtschaftsverband bereits seit Jahren hin, während andere ihr Herz für die Kleinunternehmen erst vor der Kammerwahl
entdecken."

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