Sima: Mehrweg bei Obst- und Gemüsetransport zur Abfallvermeidung

SPAR Österreich vermeidet 3.500 Tonnen Einweg-Verpackungsmaterial pro Jahr

Wien (OTS) - Die Stadt Wien setzt seit langem konsequent auf Abfallvermeidung. Im Rahmen eines Projekts der "Initiative Abfallvermeidung" wurden im letzten Jahr fachliche und praktische Grundlagen für den Einsatz von Mehrwegtransportverpackungen (MTV) bei Obst und Gemüse unterstützt. Umweltstadträtin Ulli Sima erläuterte heute in einem gemeinsamen Pressegespräch mit Herbert Wandl von der SPAR AG und Christian Pladerer vom Österreichischen Ökologie-Institut die ökologischen auch ökonomischen Vorteile der Mehrwegtransportverpackungen: "Eine Mehrwegtransportverpackung ist ein aktiver Beitrag zur Abfallvermeidung, da sie bis zu 100 Mal zum Einsatz kommt. Danach kann sie stofflich verwertet werden, das bedeutet, dass das alte Material bei der Neuproduktion von Kunststoffteilen zugesetzt wird und so nochmals zur Ressourcenschonung beiträgt", so Sima. Mit dem vom Österreichischen Ökologie-Institut aufbereiteten Grundlagen soll der Handel unterstützt werden, verstärkt auf umweltfreundliche Mehrwegsysteme umzusteigen. Die Handelskette SPAR schätzt die Vorteile von MTV schon seit langem und hat im Zuge des Projektes den Anteil im letzten Jahr weiter erhöht. Ein Beispiel, wie Kooperationen zwischen Politik, Wirtschaft und Wissenschaft nachhaltige Entwicklungen vorantreiben kann.****

Mehrwegverpackung bis zu 100 mal im Einsatz

Beim Transport von Obst und Gemüse fallen große Mengen an Verpackungsmüll an. Österreichweit sind täglich rund 6.400 Tonnen Obst und Gemüse in Bewegung, jährlich werden durchschnittlich 200 Kilogramm pro Person verbraucht. Ein Großteil des Obst und Gemüses wird in Kartons und Kisten von Gärtnern und Gemüsebauern zu den Handelsketten und Einzelhändlern geliefert. Die Transportverpackungen werden anschließend weggeworfen. Letztendlich entscheiden die Handelsunternehmen darüber, in welchen Verpackungen Obst und Gemüse geliefert werden sollen. Das Österreichische Ökologie-Institut hat in einem von der Stadt Wien finanzierten Projekt die Vor- und Nachteile für den Einsatz von MTV zusammengefasst und liefert damit Argumente, sie vermehrt einzusetzen. Am heimischen Markt gibt es regionale (wie den Österreichischen Kistenpool) sowie internationale Mehrwegsysteme (Steco Pool Logistics, IFCO).

Spar befördert Hälfte von Obst und Gemüse bereits in Mehrwegsystemen

"Wie nun ökologische Vergleiche zeigen, verbrauchen Mehrwegtransportsysteme gegenüber Einwegkartons und -kisten weniger Energie und natürliche Ressourcen. Außerdem zeigt sich, dass mit MTV Transportverluste oder "Bruch" auf nahezu Null reduziert werden können" so Christian Pladerer vom Österreichischen Ökologie-Institut.

Die Aufgabe des Österreichischen Ökologie-Instituts in diesem Projekt ist es auch, eine nutzbringende Kooperation zwischen Wirtschaft, Politik und AbfallexpertInnen aufzubauen. Die Handelskette Spar konnte für diese Kooperation bereits gewonnen werden. "Wir befördern schon heute die Hälfte aller Obst- und Gemüsemengen in Mehrwegtransportsystemen. Durch die Steigerung im Zuge des Projektes im letzten Jahr konnten weitere 3.500 Tonnen Einwegverpackungen und damit letztendlich Abfälle vermieden werden. Gleichzeitig sinken die Verluste durch beim Transport beschädigte Ware, was für uns nicht nur weniger Abfall sondern auch effizientere Warenübernahme und bessere Hygiene während des Transportes bedeutet", so Herbert Wandl, Leiter Zentraleinkauf Obst und Gemüse der SPAR AG. (Schluss) vor

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