KAV-eigenes Ausbildungszentrum für Fort- und Weiterbildung

Weitreichender Maßnahmenkatalog zur Verbesserung der Ausbildungssituation

Wien (OTS) - Das neue Führungsteam des Wiener Krankenanstaltenverbundes (KAV) nimmt die Kritik an der Ausbildungssituation der Turnusärzte sehr ernst: Für eine fundierte Ausbildung der JungärztInnen muss durch eine zeitgemäße qualitativ hochwertige Ausbildung gesorgt werden. Zur Optimierung der Ausbildungssituation wird derzeit ein weitreichender Maßnahmenkatalog in der Generaldirektion des KAV ausgearbeitet. Unter der Leitung von Charlotte Staudinger entsteht ein eigenes Ausbildungszentrum zur Koordinierung sämtlicher Ausbildungsagenden innerhalb der KAV-Spitäler. Eine besondere Aufgabe ist die Ausarbeitung entsprechender Vorgaben und Richtlinien zur besseren Abklärung der Zusammenarbeit zwischen den Berufsgruppen TurnusärztInnen und Pflege. Das Zentrum wird im Geschäftsbereich "Qualitätsarbeit" der Generaldirektion des KAV angesiedelt.

Beispielgebend für die Qualitätssicherung und Qualitätssteigerung der Ausbildung für ÄrztInnen innerhalb des KAV ist die Krankenanstalt Rudolfstiftung. Seit 1999 arbeitet Dr. Gislinde Forer als Fortbildungsbeauftragte Ärztin in der Rudolfstiftung und kümmert sich hauptamtlich um die Organisation und Koordination der innerbetrieblichen ÄrztInnen-Fortbildung, mit Schwergewicht auf TurnusärztInnen. Dr. Forer arbeitet intensiv mit Abteilungsvorständen, AusbildungskoordinatorInnen, TutorInnen und der TurnusärztInnenvertretung zusammen, um die Bedürfnisse der Auszubildenden und die Anforderungen der Ausbildner zu koordinieren und zu optimieren. In Anlehnung an das Modell der Rudolfstiftung wird es zukünftig in allen anderen KAV-Spitälern ebenfalls eine/einen Fortbildungsverantwortliche(n) geben mit der Zielsetzung, die Ausbildungsreform innerhalb der einzelnen Spitäler organisatorisch einzubinden.

Der KAV- Maßnahmenkatalog umfasst folgende Schwerpunkte (wie sie bereits in der Rudolfstiftung umgesetzt worden sind):

o Einführungsphase zur Überbrückung der Wissensauffrischung, entstanden durch die langen Wartezeiten zwischen Studium und Turnusbeginn o Einführung eines Erstgespräches, aller in ein KAV-Spital eingetretenen ÄrztInnen mit den Fortbildungsbeauftragten o Vergabe von Unterlagen an TurnusärztInnen zur Einführung an allen Abteilungen o Einsetzung von AusbildungskoordinatorInnen an jeder Abteilung o Ausbau des bestehenden TutorInnen-Modells o Fortbildungskurse, die alle in Ausbildung befindlichen ÄrztInnen verpflichtend zu absolvieren haben (etwa in Blutgruppenserologie und Transfusionsmedizin, in Reanimation, Hygieneschulung, Radiologische Diagnostik, Rezeptierkunde oder in Zytostatika Therapie; aber auch EDV-Schulung zur Entlastung der bürokratischen Schreibarbeiten) o Ausbau von abteilungsübergreifenden, interdisziplinären Veranstaltungen als ausgedehnte Fortbildungsmaßnahmen o Unterstützung der Fortbildungsprogramme der Abteilungsvorstände (wöchentliche Fortbildungsstunde) o Bedside Teaching o Workshops zu speziellen praxisrelevanten Themen (z.B.: Antibiotikatherapie, EKG, Schmerztherapie, Diabeteseinstellung, Blutdruckeinstellung, Wundversorgung,..) o Standardisierung von Arbeitsabläufen o Zur Verbesserung der Ausbildungsqualität ist im Sinne eines best practice-Modells vorgesehen, einzelne Fachabteilungen der Spitäler miteinander zu vergleichen. Auf diese Weise soll es möglich gemacht werden, die jeweils besten Ausbildungselemente herauszufinden und gemeinsam einen Weg zu einem optimalen Ausbildungsmodell zu finden. o Sensibilisierung der Abteilungsvorstände für deren gesetzlich verpflichteten Ausbildungsauftrag

(Schluss) brc

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