Mailath-Pokorny im Wiener Kulturgespräch: "Kulturpolitik ist Kultur und Politik"

Wien (SPW) - "Kulturpolitik ist als Politik zu verstehen, das ist für die Kultur entscheidend. Kulturpolitik ist Kultur und Politik, eine Entpolitisierung von Kultur ist nicht zielführend", erklärte Wiens Kulturstadtrat Andreas Mailath-Pokorny am Dienstag Abend im Rahmen eines "Wiener Kulturgespräches", das von der Österreichischen Gesellschaft für Kulturpolitik veranstaltet wurde. Politik heiße Grundpositionen und Visionen zu haben, nach denen gehandelt wird, aber auch die Macht zu besitzen, diese Pläne umzusetzen", betonte Mailath-Pokorny. Politik dürfe nicht dazu verkommen, nur noch die Entwicklungen des Marktes zu kommentieren, sondern müsse selbstständig neue Ideen entwickeln und diese auch umsetzen. Dass dies in Wien besonders berücksichtigt wird, belege das Beispiel der Wiener Kinos: "Die Errichtung zahlreicher Mega-Plex-Kinos am Wiener Stadtrand in den späten 1990ern bedrohte die Vielfalt der Wiener Film- und Kinokultur. Viele sagten damals, dies sei eine Entwicklung des Marktes und städtebaulich nicht zu verhindern". Dennoch habe es die Stadt Wien durch konkrete Maßnahmen, wie der Einführung neuer Kinoförderungen sowie gezielter Förderung etwa des Gartenbaukinos geschafft, die Althauskinos in der Stadt zu erhalten und die Wiener Kinovielfalt zu bewahren, so Mailath-Pokorny. "Hier hat Politik als Politik gehandelt, in dem sie sich nicht nach den Entwicklungen des Marktes arrangiert, sondern hat selbst aktive Taten gesetzt". ****

Der hohe Stellenwert, den die Wiener Stadtregierung der Kultur zugestehe, lasse sich auch an den Steigerungen im Wiener Kulturbudget ablesen. Das sei auch der entscheidende Unterschied zwischen Wien und Bund, denn "es lassen sich weltweit nicht viele Städte finden, die ähnlich signifikante Steigerungen im Kulturbudget haben wie Wien. Das ist ein Ausweis über die Grundhaltung zu Kultur, ich gehöre einer Stadtregierung an, die deutlich sagt, uns ist Kultur wichtig", betonte Mailath-Pokorny. Was die Wiener Kulturpolitik von anderen Städten unterscheide sei das Verständnis, aktive Politik zu machen und dabei Politik als Politik zu verstehen Dieses Verständnis von Kultur als Teilbereich der Politik sei auch seine persönliche Motivation als Kulturstadtrat: "es geht um die Erhaltung der hohen Qualität, die Sicherung der Finanzierung, und einen Beitrag zu leisten, allen Menschen in Wien qualitative und hochstehende Kunst zu vermitteln". (Schluss) lk

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