IBT für das gesetzliche Importverbot von Hunde- und Katzenfellen

Wien (OTS) - Der Internationale Bund der Tierversuchsgegner (IBT), der sich prinzipiell gegen alle Tierquälereien, nicht nur gegen Tierversuche engagiert, strebt das gesetzliche Verbot für den umstrittenen Import und den Handel von Hunde- und Katzenfellen, von Hunde- und Katzenleder sowie von daraus hergestellten Produkten für Österreich und auch innerhalb der EU an. Zu diesem Zweck hat der IBT eine Parlamentarische Bürgerinitiative, die sich an den österreichischen Nationalrat wendet und parallel dazu eine Petition, die sich an das Europäische Parlament richtet, gestartet.

Gerda Matias, Präsidentin des IBTs und Initiatorin des erfolgreichen Tierschutz-Volksbegehrens, betont, dass es ethisch nicht vertretbar ist und auch gegen unsere sittliche Kultur verstößt, dass Hunde und Katzen wegen ihres Felles bzw. ihrer Haut gefangen, gezüchtet, gestohlen und getötet werden und kritisiert, dass die jeweiligen Produkte, wie Mäntel, Kragenbesätze, Gürtel, Handschuhe etc., überhaupt nicht bzw. nicht eindeutig gekennzeichnet sind. "Darüber hinaus werden verschleiernde Namen, Phantasienamen oder allgemeine Bezeichnungen verwendet, etwa Wolf von Asien oder Echtpelz. Der Konsument wird bewusst in die Irre geführt oder überhaupt nicht informiert, von welchen Tieren das Fell oder Leder stammt."

Der Großteil der Hunde- und Katzenfelle stammt aus Hunde- und Katzenschlachthäusern in Asien (China, Korea, Philippinen, Taiwan, Thailand), wo die Tiere äußerst grausam gehalten und brutal getötet werden. In Nordchina etwa werden Schäferhunde bei minus 20 Grad gehalten, damit ihr Fell schön dicht wird. Oft werden die Tiere lebend gehäutet. Damit das Fell nicht beschädigt wird, werden Katzen stranguliert und die Hunde erschlagen und mit einem Messerstich in den Hals entblutet. Jährlich werden in Asien über 2 Millionen Hunde und Katzen allein wegen ihres Felles getötet - vor allem für den europäischen Markt.

Schon im Jahre 2002 hat der IBT mit einer Protestkartenaktion an den zuständigen österreichischen Bundesminister Bartenstein und mit einem groß angelegten Mailing "Die Hunde- und Katzenschlachthäuser in Asien" auf die tierquälerische (Massentier-) Haltung und auf die brutalen Methoden bei der Pelz- und Häutegewinnung von Hunden und Katzen in Asien aufmerksam gemacht.

Belgien, Dänemark, Frankreich, Griechenland, Italien, selbst die USA, verfügen schon über ein Handels- sowie ein Aus- und Einfuhrverbot von Hunde- und Katzenfellen.

Um endlich ein gesetzliches Verbot sowohl für Österreich als auch für die gesamte EU zu erreichen, nützt der IBT das Instrumentarium der Parlamentarischen Bürgerinitiative (Österreich) und der Petition (EU).

Die erforderlichen Listen für die Unterstützungserklärungen können unter der Rubrik "aktuell" von der Vereinshomepage www.tierversuchsgegner.at abgerufen werden.

Vorausgesetzt, dass alle erforderlichen Formalitäten laut den jeweiligen parlamentarischen Geschäftsordnungen erfüllt sind, müssen sich in der Folge sowohl die EU - als auch die österreichischen ParlamentarierInnen mit diesem Thema auseinandersetzen und zu einer Entscheidung finden.

Auch wenn sich diese Initiative des IBTs zweckmäßigerweise lediglich gegen den Import und den Handel von Hunden- und Katzenfellen wendet, hält Gerda Matias ausdrücklich fest, dass der IBT selbstverständlich die Gewinnung von Pelz und Leder von anderen Tierarten gleichfalls ablehnt.

Zuletzt konnte der IBT mit seiner Parlamentarischen Bürgerinitiative betreffend ein Verbot von Tierversuchen an den Großen Menschenaffen einen großen Erfolg verzeichnen: Alle vier Parteien sprachen sich in einem Entschließungsantrag im Wissenschaftsausschuss für das Verbot aus, das dann dementsprechend im Dezember des Vorjahres auch vom Plenum des Nationalrates beschlossen wurde.

Der Internationale Bund der Tierversuchsgegner (IBT) ist ein seit 1968 bestehender gemeinnütziger unabhängiger Verein. Er setzt sich für die Abschaffung aller Tierversuche ein und lehnt Tierversuche aus ethischen, wissenschaftlichen, medizinkritischen und verbraucherpolitischen Gründen ab.

Eine zentrale Forderung des IBTs ist, die Vergabe von öffentlichen Mitteln an Auflagen zu binden, die auch ethische Kriterien erfüllen. In diesem Sinne sollen nur Forschungsprojekte ohne Tierversuche gefördert werden. "Denn nur auf diese Weise wird ein spürbarer Fortschritt bei der Etablierung von tierversuchsfreien Methoden erreichbar sein", ist Gerda Matias überzeugt.

Gerda Matias, Vorsitzende des IBTs und Initiatorin des Tierschutz-Volksbegehrens, vertritt in der Funktion als Präsidentin auch die Anliegen der Bundeszentrale der Tierversuchsgegner (Dachverband der Tierversuchsgegnergruppen in Österreich) und auch die des Verbandes österreichischer Tierschutzvereine (Dachverband der österreichischen Tierschutzvereine).

Rückfragen & Kontakt:

"Internationaler Bund der Tierversuchsgegner" (IBT)
Mag. Romana Rathmanner
Tel.: +43/1/713 08 23-10, Fax: +43/1/713 08 24
E-Mail: rathmanner@tierversuchsgegner.at
Homepage: www.tierversuchsgegner.at

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