Leitl zum "Amtsmanager 2005": Amt und Manager sind kein Widerspruch mehr

Gorbach: Weichen erfolgreich in Richtung noch weniger Bürokratie gestellt

Wien (PWK052) - Beeindruckt von der großen Zahl wertvoller Projektvorschläge zum Amtsmanager-Wettbewerb 2005 zeigte sich der Präsident der Wirtschaftskammer Österreich, Christoph Leitl: "Mit ihrem Ideenreichtum haben sich alle Teilnehmer um den Wirtschaftsstandort Österreich höchst verdient gemacht. Sie tragen dazu bei, unsere öffentliche Verwaltung bürgernäher, effizienter und damit letztlich professioneller zu gestalten. Österreich wird im Zuge der Globalisierung wie nie zuvor gefordert. Eine schlanke Verwaltung hat hier eine besonders nachhaltige Wirkung", stellte der WKÖ-Präsident Dienstag Nachmittag in seiner Rede anlässlich des Festaktes zur Überreichung der Amtsmanager-Preise 2005 im Haus der Wirtschaft fest. Bei diesem Wettbewerb, einer gemeinsamen Aktion von Wirtschaftskammer Österreich, ORF und Kurier, sind nach einer Auslese unter Anwendung strenger Kriterien aus 183 eingereichten Projekten 14 Vorschläge als Sieger hervorgegangen.

Die Anwesenheit und das Engagement von Vizekanzler Hubert Gorbach, der ein sehr wichtiges Ressort verwalte, unterstreiche die Bedeutung dieser Initiative, hob Leitl vor den überaus zahlreich erschienenen Festgästen hervor. Eine moderne, motivierte Verwaltung nütze allen -den Bürgern, den Steuerzahlern, der Wirtschaft und damit dem ganzen Land. Erfreulich sei, dass sich diesmal neben den Ämtern der Landesregierungen auch die Bundesstellen intensiv am Wettbewerb beteiligten. "Alfred Finz hat im Bund alle motiviert", dankte Leitl dem ebenfalls anwesenden Staatssekretär.

Wie Gorbach in seinem Statement betonte, sei die Attraktivierung des Wirtschaftsstandortes allen Beteiligten ein dringendes Anliegen: "Wir müssen möglichst rasch die Hindernisse für Neugründungen beseitigen". Mit dem Amtsmanager-Bewerb wurden erfolgreich die Weichen in Richtung noch weniger Bürokratie gestellt. Dies trage dazu bei, bestehende Arbeitsplätze zu erhalten und neue zu schaffen. Er werde gerne in enger Kooperation mit der Wirtschaftskammer und den Medien daran arbeiten, dass der Wirtschaftstandort Österreich in Zukunft "vielleicht noch ein bisserl attraktiver wird", sagte der Vizekanzler.

Besonders freue es ihn, führte Präsident Leitl aus, dass die 183 Einreichungen nicht nur aus ganz Österreich, sondern auch aus anderen Mitgliedsstaaten der EU stammten. "Die Teilnehmer aus den neuen EU-Staaten haben wir gerne berücksichtigt". Bemerkenswert sei auch, dass es oft Unternehmen aus der Wirtschaft waren, die von sich aus öffentliche Dienststellen vorgeschlagen bzw. für ein Preis empfohlen haben. "Der Wettbewerb zeigt, dass Amt und Manager keine Widersprüche mehr sind, sondern beide Partner im Amtsmanager erfolgreich zu beiderseitigem Nutzen zusammengeführt werden".

Neben Gemeindebehörden und Magistraten sind schon wie bisher die Ämter der Landesregierungen (inklusive des Magistrats der Stadt Wien) mit 64 Projekten am stärksten vertreten. Neben 23 Bezirkshauptmannschaften nehmen erstmals zehn der zwölf Bundesministerien teil. Weiters erhielt die Jury auch Reformvorschläge von Verbänden, Vereinen, Öffentlichen Körperschaften und wissenschaftlichen Einrichtungen.

Ein besonderer Schwerpunkt wurde heuer, wie berichtet, mit der Vergabe von E-Government-Sonderpreisen gesetzt. Diesem sind mehr als Drittel aller Projekte (64) zuzurechnen. Die Kategorien "Anlagegenehmigungen" (21) und "Umweltschutz" (25 Projekte) fanden traditionell ebenfalls besonders guten Zuspruch. (hp)

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