Peinliche Partner

"Presse"-Glosse" von Martina Salomon

Wien (OTS) - Gunnar Prokop und Christine Vranitzky wären ein Traumpaar: Der eine brachte gerade seine Innenminister-Gattin mit dem Spruch "Die Frauen gehören in die Kuchl" in höchste Verlegenheit. Inhaltlich deckungsgleich, aber golfplatztauglicher äußerte das vor zehn Jahren auch Kanzler-Frau Christine Vranitzky ("Ich halte nichts davon, dass Frauen Kinder kriegen, die sie um sieben Uhr früh abgeben, nur um dann vielleicht vier- oder fünftausend Schilling zu verdienen.")
Die um Kalmierung bemühten Pressesprecher sind in solchen Fällen wahrlich nicht zu beneiden. Die Moral aus der Geschicht? Wer ein hohes politisches Amt anstrebt, sollte einen schweigsamen Gespons wählen oder vielleicht überhaupt Single bleiben.
Peinliche Partner kommen bei Politikerinnen besonders häufig vor: vom (erschossenen) Bankräuber-Gatten der Magda Bleckmann über den in finanzielle Nöte geratenen Vizekanzlerin-Gemahl Passer bis zu diversen höchst profanen Aussagen des adligen Angetrauten der jetzigen Frauenministerin Rauch-Kallat ist die Liste beliebig erweiterbar.
Frauenministerinnen scheinen überhaupt anfällig für Problemmänner zu sein. Man erinnere sich nur an den Ehemann von Ex-Ministerin Barbara Prammer, der wegen angeblicher (aber nicht erwiesener) sexueller Belästigung in die Schlagzeilen geriet. Man kann verstehen, wenn da manche - wie Frau Prammer - die Reißleine ziehen.

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