Wirtschaftsbund: Unternehmen auf der Suche nach Arbeitskräften

WB will Erleichterungen bei der Kinderbetreuung für Unternehmerinnen

Wien (OTS) - 46 Prozent der Unternehmen haben derzeit Bedarf an Mitarbeitern beziehungsweise hatten in den letzten Monaten einen solchen. Das ergibt eine Studie des Fessel-GfK-Instituts, die heute, Dienstag, bei einer Pressekonferenz mit Wirtschaftsbund-Generalsekretär Karlheinz Kopf, der Vorsitzenden von Frau in der Wirtschaft, der Präsidentin des Niederösterreichischen Wirtschaftsbundes Sonja Zwazl und dem Studienleiter von Fessel-GfK Peter Ulram, vorgestellt wurde. "Die 46 Prozent stellen eine deutliche Zunahme gegenüber der Nachfrage im Sommer des Vorjahres dar", erklärte Ulram. Laut der damaligen Befragung waren 44 Prozent auf Mitarbeitersuche. Diese Erhebung von Fessel-Gfk wird seit nunmehr vier Jahren gemacht und basiert auf der Befragung von Unternehmerinnen und Unternehmern (n = 500). ****

Besonders bei den Facharbeitern herrscht weiterhin rege Nachfrage. 67% der suchenden Betriebe - das sind 31% aller Betriebe - halten nach dieser Berufsgruppe Ausschau. 31% suchen Lehrlinge, 25% Hilfsarbeiter, 22% leitende Mitarbeiter, 19% Büropersonal und 5% EDV-Spezialisten.

Die jetzt zum siebenten Mal durchgeführte Untersuchung zeigt auch, dass die Suche nach geeigneten Personal schwieriger wird. Hatten im Sommer 2004 85% gemeint, es sei schwierig geeignetes Personal zu finden, sind es nun 86%. Dabei fällt auf, dass es insbesondere in Wien Probleme gibt. So meinen 29% der Betriebe, dass das Arbeitsmarktservice (AMS) in Wien "zu wenig kooperiert". Der bundesweite Wert beläuft sich auf 20%. 35% bescheinigen dem AMS Engagement, sagen jedoch "es gebe keine Bewerber".

Abgefragt wurde auch die "durchschnittliche Qualität" der Personen, die sich für eine Lehre bewerben beziehungsweise diese beginnen. Hier meinen 65%, dass diese "stark bzw. eher gesunken" sei. 25% erkennen keine Veränderungen und 10% verzeichnen eine Qualitätssteigerung.

Die aktuelle Umfrage widmet sich zudem einem Spezialthema, nämlich den Möglichkeiten die Frauenbeschäftigung zu erhöhen. Top-genannte Maßnahmen aus Sicht der Betriebe, um die Frauenquote zu erhöhen, sind laut Fessel-GfK: die Ermöglichung flexibler Arbeitszeiten (dies wollen 88% der Unternehmerinnen bzw. 87% aller Wirtschaftstreibenden), die Förderung flexibler Kinderbetreuungseinrichtungen (das halten 94% der Unternehmerinnen und 88% aller Wirtschaftstreibenden für wichtig) und die steuerliche Berücksichtigung der Kosten für Betreuungshilfen (das befürworten 71% der Unternehmerinnen und 67% aller Wirtschaftstreibenden).

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