FSG-Nürnberger: Versicherte können schon einmal Sparen!

Dinkhauser eifert Schüssel beim Drüberfahren nach

Wien (FSG) - "Wenn sich die ÖVP im Hauptverband durchsetzt und es dann in allen Gremien schwarze Mehrheiten bzw. Arbeitgebermehrheiten und schwarze Vorsitzende gibt, können die Versicherten schon einmal zu Sparen beginnen", sagt FSG-Bundesvorsitzender Rudolf Nürnberger. "Denn ÖVP-Politik heißt neue Selbstbehalte, höhere Gebühren und weitere finanzielle Belastungen für die Versicherten." ++++

Nach der Wahl von Wirtschaftsbund-Generalsekretär Karlheinz Kopf zum Vorsitzenden der neuen Trägerkonferenz hatte Nürnberger von den Vertretern der Regierungsparteien im Hauptverband verlangt, dass es im Verbandsvorstand zu einem klaren Votum für einen Vertreter der ArbeitnehmerInnen als Vorsitzenden komme. Nürnberger präzisiert diese Aussage nun: "Selbstverständlich erwarten wir, dass ein sozialdemokratischer Arbeitnehmervertreter zum Vorsitzenden gewählt wird. Das Ergebnis der Arbeiterkammerwahlen - bundesweit hat die FSG fast 64 Prozent erreicht - spricht da eine ganz eindeutige Sprache." Die FSG habe dem ÖVP Mann Kopf bei dessen Wahl auch keine Steine in den Weg gelegt.

Wer wird "Knecht" der ÖVP?

In Richtung des Tiroler AK-Präsidenten Dinkhauser, der seine ÖVP-Parteikollegen am Wochenende aufgefordert hatte, ihn zum Vorsitzenden des Verbandsvorstandes zu machen, meint Nürnberger:
"Dinkhauser hat zum 'Umdrehen' des Hauptverbandes durch die ÖVP gesagt, 'Wer A sagt muss auch B sagen'. Ich interpretiere die Aussage des Kollegen Dinkhauser so, dass er nichts dabei findet, Mehrheiten einfach zu ignorieren. Das betrifft sowohl die Mehrheit der Versicherten, über die nun die Minderheit der Arbeitgeber das Sagen hat, als auch die Mehrheiten, die sich bei den Arbeiterkammerwahlen ganz klar gezeigt haben. Aber offenbar will Dinkhauser es seinem Kanzler Schüssel nachmachen und mit Minderheit über die Mehrheit regieren - denn der ÖAAB hat bundesweit bei den AK-Wahlen nur knapp über 23 Prozent der Stimmen bekommen." Nürnberger warnt Dinkhauser abschließend: "Wenn Dinkhauser meint, Wilhelm Haberzettl würde sich als Vorsitzender des Verbandsvorstandes zum 'Knecht' der ÖVP machen, dann irrt er sich erstens - und missversteht zweitens wahrscheinlich auch die wahre Rolle, die ihm die ÖVP in ihrem Machtrausch zugedacht hat."

FSG, 25. Jänner
2005
Nr. 5

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