AK: Industrie-Hardliner setzen sozialen Frieden aufs Spiel

Graz (OTS) - "Die Industrie-Hardliner setzen mutwillig den
sozialen Frieden und damit einen der größten Trümpfe des Wirtschaftsstandortes Österreich auf Spiel", zeigt sich der steirische AK-Präsident Walter Rotschädl empört über die jüngsten Äußerungen von IV-Präsident Veit Sorger zu einer De-Facto-Lohnkürzung durch Streichung der Überstunden. In einem Brief an den steirischen IV-Vorsitzenden Jochen Pildner-Steinburg verlangt Rotschädl nun Aufklärung darüber, wie die steirische Industrie zur faktischen Aufkündigung der Sozialpartnerschaft steht, wie sie Sorger angekündigt hat: "Sollte sich die steirische IV dem Ansinnen Sorgers anschließen, eine Flexibilisierung der Arbeitszeit per Gesetz durch zu drücken, ist das traditionell gute sozialpartnerschaftliche Klima in der Steiermark schwer gestört."

In der Sache ist Sorgers Milchmädchen-Rechnung in das Reich der Voodoo-Ökonomie zu verweisen, kritisiert Rotschädl: "Der Schlüssel für die Konkurrenzfähigkeit der österreichischen Industrie sind nicht die Lohnkosten, sondern die Produktivität der hoch qualifizierten MitarbeiterInnen und die Qualität der Produkte. Das ist auch die Erklärung dafür, dass unsere Exporte boomen." Eine faktische Lohnkürzung könne den Lohnkostenunterschied zu den Billiglohnländern ohnehin nicht ausgleichen, dafür aber die Kaufkraft der ArbeitnehmerInnen weiter senken, rechnet Rotschädl vor: "Der Schuss ginge nach hinten los."

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