AKNÖ-Präsident Staudinger: Höchste Zeit für Heizkostenzuschuss vom Bund

Viele können sich das Heizen bald nicht mehr leisten

Wien (AKNÖ) - Die seit Jänner 2004 erhöhte Energiesteuer und die Preissteigerungen bei Produkten wie Heizöl, Erdgas und Kohle werden die Haushalte in der Heizperiode 2004/2005 zusätzlich belasten. "Das wird vor allem für finanzschwache Haushalte ein echtes Problem", so AKNÖ-Präsident Josef Staudinger. Untermauert wird diese Aussage von den Schuldnerberatungsstellen, die aufgrund der höheren Energieausgaben einen Anstieg ihrer Klientel um 20 Prozent erwarten. Präsident Staudinger fordert daher mit Nachdruck den Bund auf, einen Heizkostenzuschuss zu gewähren. Bislang gibt es dazu keine gesetzlichen Regelungen, viel mehr ist es Sache der Länder, ob und in welcher Höhe ein Heizkostenzuschuss gewährt wird. Staudinger: "In Niederösterreich werden derzeit 50 Euro für sozial bedürftige Menschen ausbezahlt. Das ist angesichts der immer höher werdenden Energiekosten aber bestenfalls ein Tropfen auf den heißen Stein."

Konkret schwebt dem AKNÖ-Präsidenten ein Zuschuss zwischen 50 und 200 Euro pro anspruchsberechtigter Person vor. "Damit wäre - je nach Verbrauch - zumindest die Preissteigerung ausgeglichen", so Staudinger, der auch weiß, woher das Geld zu nehmen ist: "Allein aus der Mehrbelastung der Haushalte nimmt der Bund rund 220 Millionen Euro ein. Ein Bruchteil davon würde genügen, um soziale Härtefälle abzufedern." Übrigens: Das letzte Mal gewährte der Bund vor vier Jahren einen Raumheizungszuschuss.

Rückfragen & Kontakt:

AKNÖ Öffentlichkeitsarbeit
Tel.: (01) 58883-1245
presse@aknoe.at
http://noe.arbeiterkammer.at

OTS-ORIGINALTEXT UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | AKN0001