Flutkatastrophe: Österreichs Gemeinden helfen beim Wiederaufbau

KOMMUNAL bringt exklusiv die Details der Hilfsaktion

Wien (OTS) - Nach der apokalyptischen Flut-Katastrophe in Süd-Ost-Asien zeigen die österreichischen Gemeinden Solidarität mit den Opfern. Neben zahlreichen Einzelinitiativen und Länder-Aktivitäten hat der Österreichische Gemeindebund ein Spendenkonto eingerichtet und konkrete Projekte zum Wiederaufbau in den Krisengebieten ausgewählt. Alle Details zu dieser kommunalen Hilfsaktion lesen Sie in der neuesten Ausgabe des Fachmagazins KOMMUNAL, dem offiziellen Organ des Österreichischen Gemeindebundes.

Kurz nach Weihnachten hat ein Tsunami in vielen Ländern und Gebieten Süd-Ost-Asiens katastrophale Schäden angerichtet und zumindest 150.000 Menschenleben gefordert. Tausende Menschen sind nach wie vor vermisst, die Zerstörung an Infrastruktur, Natur und Lebensraum der Bewohner werden noch viele Jahre lang sichtbar sein.

Solidarität und Hilfe

"Die österreichischen Gemeinden haben in den vergangenen Jahren in großer Regelmäßigkeit bemerkenswerte Solidarität und Unterstützung für die Betroffenen von nationalen und internationalen Katastrophen gezeigt", weiß Gemeindebund-Präsident Bgm. Helmut Mödlhammer. "Institutionelle und private Initiativen aus den österreichischen Gemeinden haben viel Leid gemildert und den Wiederaufbau nach Naturkatastrophen erheblich unterstützt. Wir wollen und werden auch bei dieser Katastrophe unseren Beitrag zum Wiederaufbau leisten."

Auf Einladung von Bundeskanzler Dr. Wolfgang Schüssel haben die Bundesregierung, die Bundesländer, Gemeinde- und Städtebund sowie die Sozialpartner in einem gemeinsamen Gipfelgespräch Maßnahmen und Aktivitäten zum Wiederaufbau der betroffenen Regionen beschlossen. In Summe wurde dabei ein Hilfspaket in der Höhe von 50 Millionen Euro -auf drei Jahre verteilt - vereinbart. 34 Millionen Euro davon wird der Bund übernehmen, die Bundesländer werden 10 Millionen aufbringen, die österreichischen Gemeinden sollen sechs Millionen Euro beitragen.

Wiederaufbau steht im Vordergrund

Die österreichische Bundesregierung hat in Kooperation mit den Bundesländern bereits eine Liste an möglichen Projekten erstellt, koordiniert werden diese Maßnahmen vom Hilfskoordinator der Bundesregierung, Dr. Ernst Strasser. Zusätzlich hat jedes Bundesland einen eigenen Ansprechpartner für die Abwicklung von Projekten und für Anfragen aus der Bevölkerung nominiert. "Ich bitte die österreichischen Gemeinden darum, eigene Hilfsprojekte zu initiieren und zu unterstützen bzw. sich an den Projekten der jeweiligen Bundesländer zu beteiligen", appelliert Gemeindebund-Präsident Mödlhammer. Neue oder bereits bestehende Projekte sollen dem Gemeindebund sowie den jeweiligen Koordinatoren gemeldet werden, damit die Durchführung und Planung unterstützt werden kann.

Jeder Cent kommt an

"Mit Unterstützung der Raiffeisen Landesbank hat der Gemeindebund ein eigenes Spendenkonto mit der Nummer 811 5008 bei der Raiffeisenbank (BLZ 32000) für die Gemeinden eingerichtet und drei konkrete Projekte ausgewählt, die aus kommunaler Sicht interessant sind", berichtet Mödlhammer. Dabei handelt es sich um die SOS-Kinderdörfer, das "Österreich-Dorf" und die Austrian-Villages. "Dieses Spendenkonto ist absolut spesenfrei, jeder eingezahlte Cent fließt direkt in die jeweiligen Hilfsprojekte und verursacht keinerlei Administrationskosten", so Mödlhammer. Im Gemeindebund selbst kümmert sich eine eigene Mitarbeiterin um die Koordination der Hilfsprojekte der Gemeinden und die Erfassung der bisherigen Aktivitäten: Fluthilfe des Österreichischen Gemeindebundes, Frau Martina Schenk, E-Mail: Martina.schenk@gemeindebund.gv.at, Tel.: (01) 512 14 80 - 17 Fax: (01) 512 14 80 - 72, www.gemeindebund.gv.at

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