Amon: Sorger-Drohungen nicht nachvollziehbar

"Lohndumping" ist nicht einmal eine Strategie für Entwicklungsländer

Wien (OTS) - "Völlig an der Realität vorbei" geht für ÖAAB-Generalsekretär Abg.z.NR Werner Amon die Schwarz-Weiß-Malerei von IV-Präsident Veit Sorger beim Thema Arbeitszeitflexibilisierung. "Ich würde mir vom IV-Präsidenten zu diesem sensiblen Thema konstruktive Vorschläge erwarten anstelle von bloß plakativen und populistischen Aussagen wie ,Löhne müssen sinken oder Betriebe sperren’ zu", so Amon heute, Montag.

Wenn ein Unternehmen in Österreich seinen Sitz habe, bekomme es schließlich auch etwas geboten, nämlich "hochqualifizierte Arbeitskräfte, eine hervorragende Infrastruktur und nicht zuletzt auch steuerliche Anreize, wie sie in Europas ihresgleichen suchen können", verwies Amon auf die Senkung der Körperschaftssteuer auf 25 Prozent. Einen Anlass für eine gesetzliche Regelung sieht Amon überhaupt nicht. "Die derzeitige Gesetzeslage ist völlig ausreichend und bietet genügend Spielraum für eine flexible Gestaltung -natürlich im Einvernehmen mit den Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern im Betrieb", so Amon weiter.

Die Arbeitnehmerseite sei immer für konstruktive Gespräche zu haben, aber es komme auch immer darauf an, wie die Gegenseite sich verhalte. "Ich halte nichts davon, einfach zu sagen, die Löhne müssen sinken. Ich kann mir nicht vorstellen, dass es viele in Österreich gibt, die der Meinung sind, dass eine "Lohndumping-Diskussion" dem Standort Österreich etwas bringt", so der ÖAAB-Generalsekretär. Außerdem müsse auch die Wirtschaft bereit sein, ihre Flexibilität unter Beweis zu stellen. "Ich erwarte mir von allen Betrieben, im speziellen aber von den großen Unternehmen, ihren Mitarbeitern flexible Arbeitszeitmodelle anzubieten, Zeit für Weiterbildung zur Verfügung zu stellen oder die ganze Frage der Vereinbarkeit von Familie und Beruf zu bedenken. Hier ist bis dato leider sehr wenig passiert", stellte Amon klar. Er erwarte sich von der Wirtschaft und auch von der Industriellenvereinigung, hier praktikable und zukunftsträchtige Konzepte vorzulegen und nicht "schlichte Drohungen auszustoßen", schloss Amon.

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