Tauschitz: Was kostet der "Golden Handshake" für Zanella?

Kulturreferent Haider soll Bedingungen für Vertragsauflösung offen legen

Klagenfurt (OTS) - Die Offenlegung der Hintergründe der Vertragsauflösung zwischen dem Doch-nicht-Intendanten der gescheiterten Wörthersee-Festspiele, Renato Zanella, und der vom Konkurs bedrohten Festspielgesellschaft verlangte heute ÖVP Kultursprecher LAbg. Stephan Tauschitz: "Kulturreferent Haider soll der Bevölkerung reinen Wein darüber einschenken, was den Kärntner Steuerzahler das Millionenabenteuer Zanella kostet." Hinter den Kulissen sei zu hören, dass das plötzliche sanftmütige Einlenken Zanellas und dessen Verzicht auf den millionenschweren Intendantenvertrag - 220.000 Euro Gage plus Spesen jährlich bis 2008, Dienstwohnung, Assistentin - auf eine höhere sechsstellige Abschlagszahlung des Landes Kärnten zurückzuführen sei.

Außerdem sei aufklärungsbedürftig, inwieweit Zanella seinen noch bis September 2005 laufenden und mit stolzen 90.000 Euro dotierten Konsulentenvertrag erfüllen werde. Nachdem eine Bespielung der Wörtherseebühne in der Saison 2005 seitens SPÖ und ÖVP ausgeschlossen werde, sei Kulturreferent Haider gefordert, ein dem Honorar entsprechendes Tätigkeitsfeld für Zanella festzulegen. Tauschitz:
"Mit irgendwelchen sinnlosen Konzepten für versunkene Seebühnen und andere Luftschlösser werden wir uns nicht zufrieden geben."

An SPÖ-Vorsitzenden Peter Ambrozy richtete Tauschitz den Appell, an seiner Forderung nach einer Gebarungsprüfung zur lückenlosen Klärung der Vorkommnisse rund um die Millionenverluste der Seebühne festzuhalten. Tauschitz: "Für einen diesbezüglichen Antrag in der nächsten Sitzung des Aufsichtsrates stellen wir selbstverständlich auch die Stimme der ÖVP zur Verfügung." Die Prüfung dürfe allerdings nach dem jüngsten Meinungsschwenk des verantwortlichen Kulturreferenten kein Problem darstellen; Haider selbst habe doch von einem "überforderten Geschäftsführer" gesprochen und verlangt, jede Rechnung umzudrehen. "Das war unsere ursprüngliche Forderung ", bekräftigte Tauschitz, der neuerlich die Ablösung von Kulturamtsleiterin Erika Napetschnig als Aufsichtsratsvorsitzender verlangte: "Sie hat den Aufsichtsrat vorsätzlich fehlinfomiert."

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