VP Klubklausur: Grüne NÖ fordern Prävention im Suchbereich

Krismer: "Drogenbekämpfung - Sozialarbeiter statt Polizisten"

Wien (OTS) - Bereits im Jahr 2000 hat die NÖ Landesregierung den NÖ-Suchtplan beschlossen, der als Grundsatzpapier für die Suchtarbeit in Niederösterreich verstanden wird. Im Jahr 2001 gab die Fachstelle für Suchtvorbeugung NÖ bekannt, dass 74 Prozent sämtlicher Mittel, die im Drogenbekämpfungsbereich ausgegeben werden durch polizeiliche und gerichtliche Maßnahmen gebunden sind, nur 24 Prozent für Beratung und Therapie und gar nur 2 Prozent für Prävention ausgegeben werden.

"Es stimmt, jeder Drogentote ist ein Toter zu viel. Niederösterreich soll daher einfach den NÖ-Suchtplan ernst nehmen und mehr Mittel für Prävention aufwenden", so die Gesundheitssprecherin der NÖ Grünen, Helga Krismer. Die Grünen fordern einen Ausbau der Beratungsstellen und den Einsatz von diplomierten Fachpersonal. Der NÖ-Suchtplan sieht in der Beratung "ein wesentliches Modul in der Behandlungskette". Weiters sind im Suchtplan klare Definitionen bzw. Kriterien für Beratungsstellen festgeschrieben, wie unter anderem:
ausreichende Öffnungszeiten und aufsuchende und nachgehende Sozialarbeit.

"Jeder Bezirk in Niederösterreich sollte mit einer Beratungsstelle ausgestattet sein. Für eine effiziente Drogenbekämpfung braucht Niederösterreich Sozialarbeiter, nicht Polizisten", so Krimser abschließend.

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