AK fordert schrittweise bundesweite Einführung der Ganztagssschule - Volksschulen zuerst

Wien (OTS) - Die AK unterstützt die Pläne, Schulen flächendeckend ganztägig einzurichten und alle Schulen für SchülerInnen bis 14 Jahren nur mehr in Form einer 5-Tage-Woche zu führen. Diese Reformmaßnahmen entsprechen einer langjährigen Forderung der AK und werden auch durch das Ergebnis einer AK-Studie, in der Eltern der schulischen Nachmittagsbetreuung den Vorzug geben, bestätigt. Immer mehr AlleinerzieherInnen sind berufstätig, die Frauenerwerbsquote ist in den letzten Jahren weiter gestiegen. Die Reformmaßnahmen müssen daraufabzielen, SchülerInnen in einem ganztägigen Modell individueller und besser fördern zu können, um dadurch auch eine Verbesserung der PISA-Ergebnisse zu erreichen. Eine Entscheidungskompetenz der einzelnen Schulen ob Ganztagssschule oder nicht, wird angelehnt.

Entscheidend für berufstätige Eltern ist auch das Angebot einer Betreuung vor und nach der regulären Anwesenheitszeit und ein individueller Anspruch auf Föderunterricht vor allem für Kinder mit Lernschwächen oder sprachlichen Defiziten. Ziel der Reformmaßnahmen muss sein, dass SchülerInnen in einem ganztägigen Modell individueller und besser gefördert werden. Daher ist es nicht zielführend, ein für Kinder und Eltern besseres Modell in die Entscheidungskompetenz der einzelnen Schulen zu geben. Die AK tritt jedoch in anderen Bereichen für einen Ausbau der Autonomie für die Schulen ein z.B. bei der Mitsprache bei der Lehrerauswahl.

Die AK plädiert für einen Stufenplan. In einem ersten Schritt sollte unverzüglich die Umstellung der 3.336 Volksschulen beginnen, wobei hier sicher mit einem Übergangszeitraum von einigen Jahren zu rechnen sein wird, da eine Adaptierung von Räumen an vielen Schulen notwendig ist. Hierbei müsste der Bund, die Länder und die Gemeinden einen gemeinsamen Ausbauplan entwickeln.

Derzeit liegt die Erwerbsquote von verheirateten Frauen mit Kindern unter 15 Jahren bei 67,5 Prozent und jene der Alleinerzieherinnen sogar bei 86,7 Prozent. Aufgrund der geburtenschwachen Jahrgänge wird die Frauenerwerbstätigkeit nach 2010 auch weiterhin steigen wird. Eine 5-Tage-Woche bedeutet für den Großteil der berufstätigen Eltern, dass sie mehr Freizeit mit ihren Kindern verbringen können, und für die Kinder einen längeren Erholungszeitraum.

Rückfragen & Kontakt:

Thomas Angerer
AK Wien Kommunikation
tel.: (+43-1) 501 65-2578
thomas.angerer@akwien.at
http://wien.arbeiterkammer.at

OTS-ORIGINALTEXT UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | AKW0003