Open Source Business Conference Vienna 2005 mit mehr als 200 Besuchern ein toller Erfolg

OSCON zeigt Open Source als Wirtschaftsfaktor und Marktchance für heimische Unternehmen auf - Heimische Open Source Experts erfreuen sich regen Zuspruchs

Wien (PWK044) - "Sie brauchen sich hier nur umzusehen, um zu erkennen, dass Österreich auf dem Sektor Open Source Software-Entwicklung zur Weltspitze gehört", betonte Hans Jörg Schelling, Vizepräsident der Wirtschaftskammer Österreich, anläßlich der Open Source Business Conference Vienna 2005. Besonders erfreut zeigte sich Schelling, der die OSCON, die am vergangenen Freitag in der Wirtschaftskammer Österreich statt fand, eröffnete, über die bei der Konferenz präsentierten, von kleinen und mittleren der österreichischen IT-Branche produzierten Innovationen.

In Ihrer Keynote zeigte sich Danese Cooper, Open Source Expertin bei Sun Microsystems, beeindruckt von den Leistungen der österreichischen Open Source Expert Group und räumte dann auch gleich mit alten Vorurteilen auf: Sie betonte die wirtschaftliche Bedeutung des Open Source Gedankens für Unternehmen und hielt klar fest, dass alle Seiten davon profitieren.

Die Open Source Experts unterstützen Unternehmen, die in ihrem Betrieb die Einführung von Open Source-Software planen oder bereits einsetzen. Besonders die Einsatzmöglichkeiten, Besonderheiten und Anforderungen in Zusammenhang mit Open Source-Software stehen im Mittelpunkt der Beratung. Das Verzeichnis der so genannten Open Source Experts umfasst mittlerweile mehr als 230 aktive Mitglieder -IT-Dienstleister und IT-Consultants -, die auf der Plattform www.opensource.co.at unterschiedlich Angebote präsentieren", führt Angelika Gößler, Vorsitzende der bundesweit agierenden Experten-Gruppe, aus. Sie skizziert die Schwerpunkte für das heurige Jahr: "Richtungsweisend für 2005 ist das Projekt zur Entwicklung von Geschäftsmodellen rund um Open Source Software. Als Ziel soll hier durch die Wirtschaftskammer ein Leitfaden für Modelle erarbeitet werden, der möglichst viele Varianten aufzeigt und als Maßstab für Projektmanagement beim Einsatz von Open Source-Anwendungen dienen kann. Um zweitens den Einsatz von Open Source Software messbar zu machen - was, so Gößler, im Gegenteil zu klassischer Software ja nicht durch das Zählen der Lizenzverträge möglich sei - werde zudem im Laufe des Jahres eine Studie durchgeführt, um Umsatzzahlen und Spezifika der Open Source-Geschäftstätigkeiten zu erheben.

Gerhard Havlik, Geschäftsführer von incite ("institute for management consultants and information technology experts", www.incite.at), der Aus- und Weiterbildungsinstitution des Fachverbandes UBIT, formulierte den Stellenwert von Open Source-Software so: "Der kleine Bruder ist erwachsen geworden. Open Source gewinnt immer mehr an Bedeutung - in der öffentlichen Verwaltung, in der Wirtschaft, in der Bildung und auch zu Hause." Der Aus- und Weiterbildungsbereich sei dadurch gefordert - Stichworte:
neue Potenziale für lokale Trainer; die Möglichkeit beispielsweise für SchülerInnen und StudentInnen, den Sourcecode von Betriebssystemen und Softwareprodukten studieren zu können. Havlik betonte die Bedeutung des Faktors "Qualität" bei allen diesbezüglich angebotenen Dienstleistungen und verwies auf die von incite angebotenen Zertifizierungen wie Certified Information Technology Consultant (kurz CITC) und Certified Management Consultant (CMC).

"Open Source braucht Open Content", so Georg Pleger, Koordinator für Creative Commons Österreich, der die Medienvertreter über das das alternative Creative Commons-Lizensierungssystem, eine Art "Lizenzbaukasten" für Inhalte, informierte. Das Angebot soll Kreativen helfen, die Nutzungsrechte an ihren Werken auf intelligente, unbürokratische Weise zu regeln. Nähere Informationen dazu gibt es auf http://creativecommons.org/worldwide/at/ bzw. http://creativecommons.at>;

Die Open Source Business Conference Vienna 2005 hat Vertreter der Wirtschaft, aus der öffentlichen Verwaltung, aus der Bildung und Vertreter aus der Community zusammengebracht. Insgesamt zeigte die OSCON 2005 mit ihrem breit gefächerten Inhalt - von der Vorstellung neuer Projekte über die Erörterung von Fallbeispielen bis zu Information und Diskussion zu den rechtlichen Rahmenbedingungen -, was ein Besucher so ausdrückte: "Open Source Software - der kleine Bruder ist erwachsen geworden." (JR)

Rückfragen & Kontakt:

Wirtschaftskammer Österreich
Fachverband Unternehmensberatung und Informationstechnologie (UBIT)
Tel.: (++43) 0590 900-3539
ubit@wko.at
http://wko.at/Presse

OTS-ORIGINALTEXT UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | PWK0005