VP-Tancsits: Wiener Arbeitsmarkt muss revitalisiert werden!

Wien (OTS) - =

Ein "Fitnessprogramm für mehr Beschäftigung in der Bundeshauptstadt" und ein "Aufbrechen der verfestigten Wiener Arbeitslosigkeit" forderte heute der Sozialsprecher der ÖVP, Abg.z.NR Walter Tancsits im Rahmen einer gemeinsamen Pressekonferenz mit dem Wiener ÖVP-Klubobmann Matthias Tschirf. "Ein Drittel aller österreichischen Arbeitslosen kommt aus Wien. Über 50 Prozent von ihnen beziehen Notstandshilfe oder erhalten überhaupt keine Zuwendung. Das beweist, dass Wien ein Problem mit der Langzeitarbeitslosigkeit hat. Dieser Teufelskreis muss endlich durchbrochen werden," so der VP-Sozialsprecher.

Fort- und Weiterbildung alleine ist zu wenig !

Im Zusammenhang mit der Bekämpfung der Langzeitarbeitslosigkeit forderte er deshalb langfristige und umfassend angelegte Projekte. "Personen die lange Zeit hinweg keine Arbeit gehabt haben müssen nicht nur bei der Fort- und Weiterbildung unterstützt werden. Man muss sie bei der Rückkehr in die Arbeitswelt begleiten und wenn erforderlich auch psychologisch betreuen," meinte er dazu.

Umstieg erleichtern und fördern

Ein weiterer Schwerpunkt sollte seiner Auffassung nach auf die Bekämpfung der Frauenarbeitslosigkeit gelegt werden. Programme zur beruflichen Umqualifizierung sollten in der Bundeshauptstadt massiv ausgebaut werden. "Der Umstieg auf einen anderen aussichtsreicheren Beruf muss entschieden erleichtert werden.

WAFF soll Aufgaben nachkommen

Kritik übte Tancsits in diesem Zusammenhang am "Wiener ArbeitnehmerInnen Förderungsfonds" (sic.). "Die beschriebenen Maßnahmen wären eigentlich die Aufgabe dieser Institution. Aber da haben wir im Moment viel Geld für sehr wenig Effizienz," so der Nationalratsabgeordnete.

Länderergebnisse von PISA

Außerdem forderte er eine stärkere Berücksichtigung der Länder bei der nächsten PISA-Studie. "Man muss die Ergebnisse auf die einzelnen Bundesländer hinunterbrechen können. Nur so kann bei der Ausbildung regional gegengesteuert werden," so der ÖVP-Sozialsprecher.

Anreizsystem für Integration

Bei der Familienzusammenführung forderte er ein "Anreizsystem". So sollten jene Personen, die beispielsweise in ihrer Heimat gewisse, für die Integration erforderliche Qualifikationen erwerben (insbesonders Sprachkenntnisse), im Rahmen der Familienzusammenführung vorgereiht werden. "Damit könnten arbeitsmarktpolitische und auch integrative Probleme im Vorhinein vermieden werden," so Tancsits.

Die arbeitsmarktpolitischen Möglichkeiten, die sich aus der Pflegebetreuung ergeben, sollten, so der Vorschlag des VP-Sozialsprechers, ebenfalls genutzt werden. Der zu pflegende Angehörige kann nämlich mit dem Verwandten für die Pflege ein Dienstverhältnis abschließen. Die Bezahlung könnte mit Mitteln aus dem jeweiligen Pflegegeld erfolgen. Diese Chance für Beschäftigung und den Erwerb von Sozialversicherungszeiten muss genutzt werden," erklärte er dazu.

Und Tancsits abschließend: "Der Wiener Arbeitsmarkt muss belebt werden. Die Wiener SP-Stadtregierung muss sich nun endlich mit unseren Vorschlägen auseinandersetzen. So wie bisher kann und darf es nicht weitergehen!"

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