VP-Tschirf: Berufliche Weiterbildung muss institutionalisiert werden

Wien.Card als Vorbeugemaßnahme gegen Arbeitslosigkeit

Wien (OTS) - "Die Situation am Wiener Arbeitsmarkt ist nach wie
vor sehr kritisch. Zielgerichtete Maßnahmen sind notwendig um hier Abhilfe zu schaffen. Eine davon wäre die von uns vorgeschlagene Wien.Card. Als Gutschein für einen Qualifikations-Check, verbunden mit einem jährlichen Weiterbildungsguthaben in Höhe von 200.-Euro, wäre sie eine Vorbeugemaßnahme gegen drohende Arbeitslosigkeit", so ÖVP Wien Klubobmann, LAbg. Matthias Tschirf in seinem heutigen Pressegespräch.

Die ÖVP Wien, so Tschirf, sieht es als erforderlich an, dass arbeitsmarktpolitische Maßnahmen schon gesetzt werden, bevor jemand arbeitslos wird. "Initiativen, die erst beginnen, wenn eine Arbeitnehmerin oder ein Arbeitnehmer bereits arbeitslos sind, gehen meist ins Leere. Hier werden von WAFF und dem AMS zum Teil große Summen in Kurse investiert, die dem Einzelnen wenig bis gar nichts bringen.", so Tschirf.

Die Realität am Arbeitsmarkt zeigt, dass sich jeder Einzelnen an lebenslanges Lernen wird gewöhnen wird müssen, um den ständig steigenden Anforderungen am Arbeitsmarkt zu entsprechen, meint Tschirf. Die Wien.Card, finanziert von allen im Bereich der Arbeitsmarktpolitik tätigen Organisationen, wären ein erster Schritt und Anreiz zur beruflichen Weiterbildung.

Angebote und Leistungen der Wien.Card

Jeder Arbeitnehmer in Wien erhält mit der Wien.Card die Möglichkeit, in regelmäßigen zeitlichen Abständen seinen fachlichen Wissensstand und seine beruflichen Fertigkeiten einer "Berufs-Vorsorge-Untersuchung" zu unterziehen. Auf Basis der Ergebnisse werden - so dafür eine Notwendigkeit besteht -zielgerichtete und auf die individuellen Bedürfnisse zugeschnittene Fort- und Weiterbildungsmöglichkeiten vorgeschlagen und angeboten.

Mit dem Besitz der Wien.Card ist, nachdem der Qualifikations-Check absolviert wurde, ein jährliches "Bildungsguthaben" von 200 Euro verbunden. Dieses kann vom Arbeitnehmer für im Rahmen des Qualifikations-Checks vorgeschlagene Fort- und Weiterbildungsmaßnahmen (z.B. den Besuch von Seminaren und Kursen) konsumiert werden.

Die Wien.Card dient auch als Qualifikationsnachweis, da auf ihr, neben dem bestehenden Guthaben für Weiterbildungsmaßnahmen, alle vom Arbeitnehmer erworbenen beruflichen Qualifikationen vermerkt werden. Begonnen beim erlernten Beruf, über spezielle Fachausbildungen und -kenntnisse bis hin zu absolvierten Fort- und Weiterbildungskursen. Regelmäßig aktualisiert kann die Wien.Card gleichsam als Zeugnis und Nachweis für erworbene Kenntnisse dienen - eine wesentliche Erleichterung auch im Falle des Jobwechsel oder beim Wiedereinstieg in den Arbeitsmarkt.

"Bildung ist eine wesentliche Ressource für jeden Arbeitnehmer und letztlich auch für Wien als Wirtschaftsstandort. Ich fordere daher die Wiener SP-Stadtregierung auf, ihre Scheuklappenpolitik abzulegen und mit uns in eine gemeinsame Initiative einzusteigen. Ein entsprechender Antrag wird von uns noch in dieser Woche im Gemeinderat eingebracht", kündigt Tschirf abschließend an.

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