Sallmutter zu Sorger: Österreichs ArbeitnehmerInnen brauchen Einkommenssteigerung und keine Kürzung

Überstundenzuschläge gerade für untere Einkommensgruppen wichtiger Entgeltbestandteil

Wien (GPA/ÖGB) - "Eine Kürzung der Realeinkommen wäre in der derzeitigen Situation der österreichischen Wirtschaft das falsche Signal zur falschen Zeit. Statt einer Einkommenskürzung stehen in Wirklichkeit kräftige Steigerungen an der Tagesordnung, um den Lebensstandard und die Kaufkraft der Mehrheit der Österreicherinnen und Österreicher zu erhalten und auszubauen", reagiert der Vorsitzende der Gewerkschaft der Privatangestellten (GPA), Hans Sallmutter, auf den jüngsten Vorstoß des Präsidenten der Industriellenvereinigung Veit Sorger.++++

"Die hohe Inflation in Folge der gestiegenen Energiepreise belaste die ArbeitnehmerInnenhaushalte ohnehin übermäßig stark und führt zu einem Sinken der realen Kaufkraft. Jeder Ansatz in Richtung Einkommenskürzung wäre in dieser Phase auch für die gesamte Volkswirtschaft kontraproduktiv. Gerade die Überstundenzuschläge stellen für die unteren Einkommensbereiche einen enorm wichtigen Entgeltbestandteil dar", so der GPA-Vorsitzende.

"Dass die Gewerkschaften und Betriebsräte einer sinnvollen Flexibilisierung der Arbeitszeit nicht im Wege stehen, haben sie schon wiederholt bewiesen. Für ein Lohndumping stehen wir aber sicher nicht zur Verfügung. Sollte die Bundesregierung nun auch in der Frage der Arbeitszeit, wie in so vielen anderen Politikfeldern auch, dem Druck der Industriellenvereinigung nachgeben, so wäre das einmal mehr der Beweis dafür, dass diese Regierung mit den Interessen der größten Bevölkerungsgruppe des Landes, nämlich den unselbständig Beschäftigten absolut nichts am Hut hat", so Sallmutter abschließend.

ÖGB, 24. Jänner
2005
Nr. 30

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