Lawinentote müssen nicht sein!

Sicher Leben warnt vor Fehleinschätzungen abseits der gesicherten Pisten und appelliert an die Eigenverantwortung

Wien (OTS) - Allein am Samstag starben in Tirol und Vorarlberg
vier Menschen durch Lawinenabgänge, mehrere Urlauber wurden teils schwer verletzt. Im Jahr 2003 verloren 26 Menschen, darunter 15 Tourenskifahrer, ihr Leben durch tonnenschwere Schneemassen. Lawinen sind in jeder Wintersaison die größte Gefahr für Wintersportler, die abseits der gesicherten Pisten unterwegs sind. "Die meisten der verunglückten Skifahrer und Snowboarder treten die verhängnisvolle Lawine selbst los, wenn sie abseits des Massentourismus in unberührter Natur ihrem Sport nachgehen", verdeutlicht Dr. Rupert Kisser, Leiter des Instituts Sicher Leben, eine der Ursachen für die tödliche Gefahr. Besonders tragisch: Wer eine Lawine auslöst, gefährdet nicht nur sich, sondern auch Andere.

Warnhinweise befolgen statt Fehleinschätzungen erliegen

Generell gilt: Unerfahrene Tiefschneefahrer sollten niemals ohne fachkundige Begleitung abseits von gesicherten Pisten und Skirouten auf Varianten unterwegs sein, denn Fehleinschätzungen der Situation sind keine Seltenheit: So sind - entgegen manch verbreiteter Meinung - bereits vorhandene Skispuren nicht zwangsläufig Kennzeichen eines lawinensicheren Hangs. Ebenfalls wichtig zu wissen: Wenig Schnee bedeutet nicht gleichzeitig geringe Lawinengefahr. Außerdem kann es auch bei tiefen Temperaturen zu Schneeabgängen kommen. Da es keine einfache Faustregel zur Einschätzung der tatsächlichen Lawinengefahr gibt, sollte man sich auf die Anweisungen von absoluten Kennern der Bergwelt verlassen: "Blinkende gelbe Leuchten in den Talstationen des Skigebiets bedeuten akute Lebensgefahr abseits der gesicherten Pisten und Skirouten, d.h. auf Varianten und Skitouren. Diese Warnhinweise sollte man unbedingt befolgen. Risikobereitschaft oder Selbstüberschätzung können sonst tödlich enden", warnt Kisser.

Abseits gesicherter Pisten nie ohne professionelle Ausrüstung

Wer dennoch Freiheitsdrang und Nervenkitzel nachgibt, sollte unbedingt mit Lawinen-Verschütteten-Suchgerät (auch LVS-Gerät oder Lawinenpieps genannt), einer Lawinenschaufel, Lawinen-Sonde und idealerweise auch einem Lawinen-Airbag ausgerüstet sein. Handy und Erste-Hilfe-Paket gehören ebenfalls in den Rucksack, um für den Notfall gerüstet zu sein. Damit ein LVS-Gerät im Falle einer Verschüttung tatsächlich Leben rettet - hohe Überlebenschancen bestehen nur in der ersten Viertelstunde -, müssen alle Beteiligten einer Gruppe ein Gerät mitführen und unbedingt eingeschaltet haben. "Die besten Erfindungen nutzen leider gar nichts, wenn die Menschen nicht ihre Eigenverantwortung erkennen: Man muss auch gewillt sein, sich mit Sicherheitsempfehlungen vertraut zu machen und in eine professionelle Ausrüstung zu investieren. Falsche Bequemlichkeit verbunden mit geringer Erfahrung, mangelnder Planung einer Tour, schlechter Ausrüstung und fehlenden Suchstrategien hat völlig umsonst so manches Menschenleben gefordert", so Kisser über den Leichtsinn einiger Tiefschneefreaks. "Professionelle Tourengeher sind niemals alleine unterwegs und überqueren Hänge in größeren Abständen. Außerdem zeichnet sie die Bereitschaft zur Umkehr aus."

Sicher Leben stellt kostenlos Informationsbroschüren zur Verfügung

Interessierten Wintersportlern stellt das Institut Sicher Leben die "Lawinen Fibel" sowie den Folder "Lawinen-Verschütteten-Suchgeräte können Leben retten!" kostenlos zur Verfügung. Bitte wenden Sie sich unter der Telefonnummer 01-7156644-313 an Frau Renate Zorn oder senden Sie eine E-Mail an renate.zorn@sicherleben.at.

Wien, 24.01.2005

Bild(er) zu dieser Meldung finden Sie im AOM/Original Bild Service, sowie im OTS Bildarchiv unter http://bild.ots.at

Rückfragen & Kontakt:

Institut "Sicher Leben"
Doreen Kallweit, M.A.
Marketing & Kommunikation
Tel.: 01-71770-161
E-Mail: doreen.kallweit@kfv.at

OTS-ORIGINALTEXT UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | SIL0001