Weninger: Weitere Lohnkürzungen strikt abzulehnen

Letzten Jahre massiver Kaufkraftverlust durch niedrige Einkommen und hohe Steuern

St. Pölten, (SPI) - "Lohnkürzungen, wie jüngst von der Industriellenvereinigung gefordert, sind strikt abzulehnen. Bereits während der letzten Jahre sind die Nettolöhne der Berufstätigen geschrumpft - und durch die Erhöhung von Steuern und Abgaben bleibt den Menschen immer weniger Geld im Börsel", stellt sich der Wirtschaftssprecher der NÖ Sozialdemokraten, Klubobmann LAbg. Hannes Weninger, gegen die Forderung der Industriellenvereinigung. Das Netto-Medianeinkommen der rund 1,45 Millionen Arbeiter sank von 12.471 Euro im Jahr 2002 auf 12.356 Euro im Jahr 2003. Das ist eine Kürzung um 0,9 %. Das Netto-Medianeinkommen der rund 520.000 Arbeiterinnen sank im selben Zeitraum von 7.828 Euro auf 7.685 Euro bzw. um 1,8 %. Im Jahr 2000 betrug das Netto-Medianeinkommen noch 12.568 Euro (Frauen: 7.924) und im Jahr 2001 sogar noch 12.616 Euro (Frauen: 8.111). "Das bedeutet eine nominelle Kürzung der Netto-Medianeinkommen im Jahr 2003 gegenüber dem Jahr 2001 um 2 % bei Männern und 5,3 % bei Frauen, nachzulesen im jüngsten Rechnungshofbericht über die Einkommensentwicklung in Österreich", so Weninger.****

"Die Netto-Medianeinkommen erreichten daher bei rund 1,5 Millionen ArbeiterInnen im Jahr 2003 nominell nicht einmal den Wert des Jahres 2000, was für diese Gruppe eine enorme reale Einkommenseinbuße bedeutet - mit allen Nachteilen für Kaufkraft und Wachstum", so Weninger weiter. Bei den Angestellten sieht es nicht besser aus: Das Netto-Medianeinkommen der rund 1,81 Millionen Angestellten stieg von 17.126 Euro (Frauen: 13.801 Euro) im Jahr 2002 auf 17.444 Euro (Frauen: 14.014 Euro) im Jahr 2003. Das ist eine Steigerung um 1,9 % (Frauen: 1,5 %). Angesichts einer Inflationsrate im Jahr 2002 von 1,8% bzw. von 1,3% im Jahr 2003 bedeutet dies real eine Stagnation der Einkommen. Im Jahr 2000 betrug das Netto-Medianeinkommen 16.605 Euro (Frauen: 13.398 Euro) und im Jahr 2001 16.762 Euro (Frauen:
13.563 Euro). "Auch hier praktisch ein Netto-Lohnverslust, wobei zusätzlich noch eine weitere Verschlechterung hinzukommt. So stieg die Anzahl der Teilzeitbeschäftigungen im Beobachtungszeitraum (2002/2003) von 431.600 (davon 394.300 Frauen) auf 462.700 (davon 420.800 Frauen).

"Immer weniger ArbeitnehmerInnen finden eine vollwertige Beschäftigung, viele brauchen bereits mehrere Teilzeitjobs, um ihr Leben zu finanzieren. Wenn hier die Wirtschaft noch einen Lohnverzicht einfordert, so ist das nichts anderes als Gewinnmaximierung auf Kosten der österreichischen ArbeitnehmerInnen und der Familien", so der SP-Wirtschaftssprecher abschließend. (Schluss) fa

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