ÖAMTC: Zehn ultimative Tipps zum Kauf und Gebrauch von Kindersitzen (Teil 2)

Optimales Kinder-Rückhaltesystem kaufen und richtig verwenden

Wien (ÖAMTC-Presse) - Bei der Fülle an Kindersitzen, die der Markt bietet, sind Eltern bei der Auswahl oft überfordert. "Nicht jeder Sitz passt für jedes Kind und jedes Auto", sagt ÖAMTC-Techniker Franz Peleska. "Entscheidend ist immer das Zusammenspiel zwischen Kind, Sitz und Auto." Den optimalen Sitz zu kaufen, ist nur der erste Schritt, man muss ihn dann auch richtig verwenden:

1. Laut Gesetz müssen Kinder bis zu 14 Jahren oder einer Körpergröße von 150 cm mit einem Kinder-Rückhaltesystem gesichert werden.
2. Grundsätzlich immer mit Sprössling und Auto zum Kindersitzkauf kommen. Nur so kann der beste Sitz ausgewählt und vor dem Kauf gleich zur Probe eingebaut werden.
3. Die richtige Bedienung gleich im Geschäft zeigen lassen.
4. Rückwärts gerichtete Systeme nicht bei aktiven Front-Airbags auf dem Beifahrersitz verwenden.
5. Der Kindersitz muss sich fest auf dem Fahrzeugsitz befestigen lassen. Er soll kippsicher sein und darf nicht verrutschen.
6. Auf den richtigen Gurtverlauf beim Kind achten. Der Schultergurt soll über die Schultermitte, der Beckengurt so tief wie möglich über die Leistenbeuge gehen.
7. Gurtlose vermeiden. Das Kind soll immer straff angegurtet sein. 8. Gurtverlauf und Kopfabstützung dem wachsenden Kind anpassen.
9. Keine schweren oder scharfkantigen Dinge im Autoinneren transportieren, die bei einem Unfall nach vorne schleudern und Passagiere verletzen können.
10. Die Bedienungsanleitung genau befolgen, um "Misuse" zu vermeiden.

Was der ÖAMTC von den Kindersitz-Herstellern fordert

Der ÖAMTC verlangt von den Herstellern, dass Sitzeinbau und Sichern des Kindes einfach zu handhaben und in der Bedienungsanleitung eindeutig beschrieben sind. Dadurch wird die "Misuse"-Gefahr deutlich reduziert. Sowohl in der Bedienungsanleitung als auch auf dem Kindersitz müssen unmissverständliche Hinweise für die Benutzung in Autos mit Front- und Seitenairbags vorhanden sein. Der ÖAMTC fordert von den Herstellern, Sitzerhöher grundsätzlich nur mit Rücken-/Kopfstütze anzubieten, weil bei einem Seitenaufprall die Sicherheit erhöht wird.

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