ÖAAB-Gajdosik: Veit Sorger-Vorstoß ist abzulehnen

Durchschnittliche Arbeitszeit liegt bei 45 Wochenstunden

Eine klare Ablehnung zu den Forderungen des IV-Präsidenten Sorger nach massiven Lohnkürzungen und Arbeitszeitausweitung kam heute vom Fraktionsobmann der Fraktion "ÖAAB-Christliche Gewerkschafter" in der Wiener Arbeiterkammer, Alfred Gajdosik. "Der Herr Präsident hat mit seinen Forderungen weit über das Ziel hinausgeschossen. Die von ihm indirekt geforderte Degradierung von Arbeitnehmern zu Menschenmaterial ist inakzeptabel und striktest abzulehnen. Beschäftigte sind keine Zitronen, die man einfach auspressen und wegwerfen kann" so der Fraktionsobmann.****

Gajdosik erinnerte an eine Studie des Europäischen Statistischen Zentralamtes, die den österreichischen Arbeitnehmern eine hohe Arbeitsmoral ausgewiesen hat. "Die durchschnittliche Arbeitszeit in unserem Land liegt bei 45 Wochenstunden. Wir liegen damit europaweit an der Spitze. Wir lassen Länder wie Deutschland, Dänemark und die Schweiz hinter uns. Unter diesem Gesichtspunkt ist es geradezu ein Hohn, massive Lohnkürzungen und eine Ausweitung der Überstunden zu fordern," meinte er dazu.

An Stelle von Lohnkürzungen und Überstunden-Streichungen sollten, so die Forderung des Fraktionsobmanns der Fraktion "ÖAAB-Christliche Gewerkschafter" in der Wiener Arbeiterkammer, verstärkte Anstrengungen unternommen werden, um die Arbeitslosigkeit zu reduzieren. "Das hat eindeutig Vorrang," erklärte er dazu.

Und Gajdosik abschließend : "Wenn die Forderungen des IV-Präsidenten in dieser Form umgesetzt werden, dann wird sich dieses Land von ihrem Ziel, Beruf und Familie besser zu vereinbaren noch weiter entfernen. Im Leben der Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer muss neben der Arbeit auch für die Familie Platz bleiben!"

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