"Austria for Asia": Einmalige Allianz zugunsten der Flutopfer auf den Andamanen

Caritas-Auslandshilfechef Prüller: "Gemeinsame Hilfe für die einzigartigen, indigenen Völker"

Wien (OTS) - "Das ist eine einmalige und außergewöhnliche Allianz der Hilfe für diese einzigartigen, indigenen Völker", freut sich Franz-Karl Prüller, Chef der Auslandshilfe der Caritas Österreich und Vorsitzender von Nachbar in Not über den Benefiz-Song "Austria for Asia" zugunsten der Flutopfer auf den Andamanen und Nikobaren. Denn mit im Boot ist neben namhaften Größen der heimischen Musikszene, Caritas und Universal Music Austria auch das Institut für Soziale Ökologie der Universität Klagenfurt.

74 Musiker, darunter Stars wie Wolfgang Ambros, Bluatschink, Rainhard Fendrich, Peter Cornelius, Marianne Mendt, Christl Stürmer haben sich auf Initiative von Andre Heller in Zusammenarbeit mit Universal Music Austria und der Caritas zusammengefunden, um den Opfern der Flutkatastrophe in Südostasien zu helfen. Der Erlös aus dem Verkauf der CD "Austria for Asia - Deine Hilfe wird gebraucht" kommt den Menschen auf den Andamanen und Nikobaren (im indischen Ozean) zugute.

Auf der indischen Inselgruppe leben noch sechs indigene Völker, die seit 1956 unter dem Schutz der Andaman and Nicobar Protection of Aboriginal Tribes Regulation (ANTATR) stehen, was den Zugang zu diesen Inseln beinahe unmöglich macht. Rund ein Drittel der insgesamt 30.000 dort lebenden Menschen hat die Flutwelle ausgelöscht.

Den Weg für die Hilfe der Caritas ebnet hier aufgrund seiner langjährigen Forschungstätigkeiten das Institut für Soziale Ökologie der Universität Klagenfurt.

Prüller: "Dach über dem Kopf als erster Schritt zurück in ein normales Leben"

Die Caritas hilft derzeit den Betroffenen auf den Andamanen unter der Schirmherrschaft von Nachbar in Not zunächst mit 2000 Hütten, in denen die obdachlosen Familien bis zu einem Jahr bleiben können. "Ein Dach über dem Kopf, wenn auch zunächst nur für den Übergang, ist der erste Schritt zurück in ein normales Leben. Auch, wenn die Menschen dort noch lange an ihren seelischen Wunden leiden werden", weiß Franz-Karl Prüller.

"Der Erlös von "Austria for Asia" fließt aber in einen langfristigen Wiederaufbau, der den indigenen Völkern erlauben soll, ihre kulturelle Identität zu wahren. "Ein sensibler Umgang mit den Traditionen und der Kultur dieser Menschen wird in den nächsten Jahren unsere Wiederaufbaumaßnahmen bestimmen", betont Prüller. Es gelte, den Fischern, die ja nur ihr nacktes Leben retten konnten, wieder Häuser, Boote und Netze zur Verfügung zu stellen, damit sie sich wieder eine wirtschaftliche Existenz aufbauen können. Es müssen aber auch die Brunnen entgiftet und in dem ökologisch äußerst sensiblen Gebiet die landwirtschaftlichen Strukturen wieder aufgebaut werden. "In der Zusammenarbeit mit dem Uni-Institut liegt die enorme Chance, all dies im Dialog mit den Betroffenen so zu tun, um ihnen die von ihnen gewünschte, traditionelle Lebensweise weiterhin zu ermöglichen."

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Silke Ruprechtsberger
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