RFJ-Gudenus: Zivildienst muss länger bleiben!

Gleichwertig aber nicht gleichartig

Wien (OTS) - Die mit der Aufgabe der Angleichung der Dauer des Zivildienstes an jene des Präsensdienstes betraute Zivildienstreformkommission muss von der Gleichwertigkeit, nicht aber der Gleichartigkeit beider Dienstformen ausgehen, um das ihr gesteckte Ziel eines haltbaren, finanzierbaren und weitestgehend akzeptierten Reformvorschlages zu realisieren.

Während der ursprünglich als Wehrersatzdienst gedachte Zivildienst einen nicht zu unterschätzenden Beitrag zur sozialen Sicherheit darstellt, mit Ablauf der Dienstzeit jedoch definitiv endet, umfasst der Präsenzdienst neben der körperlich harten Grundausbildung und der gleichfalls nicht gerade entbehrungsarmen Truppenverwendung, auch die Verpflichtung zur umfassenden Landesverteidigung mitunter bis zum 65. Lebensjahr mit dem Risiko von Tod oder Verwundung.

Somit erscheint aus Sicht des RFJ ein Unterschied bei der Dienstdauer von ein bis zwei Monaten zu Lasten des Zivildienstes als weiterhin gerechtfertigt.

Minimale Dienstdauer von 9 Pflichtmonaten

Vorstellbar ist eine einmalige Verkürzung auf neun Pflichtmonate, gefolgt von drei Monaten auf freiwilliger Basis; sollte die Reduktion wie von vielen Kommissionsmitgliedern gewünscht, in zwei Tranchen erfolgen, müsste die erste 10+2 Monate vorsehen, gefolgt von 9+3 Monaten nach frühestens drei Jahren, wobei insbesonders die Verpflichtungsfreudigkeit zum freiwilligen Zusatzdienst zu überprüfen wäre.

Schluss: Auch Jungdamen könnten ihren Beitrag leisten

Die mit dem scheinheiligen Argument einer allfälligen Attraktivierung (in der Höhe von 650.-Euro p.M) garnierte Variante von 6+6 der SPÖ und den Grünen wäre nicht nur unfinanzierbar, sie würde auch personell an die Decke der rund 40.000 Jungmänner eines Jahrgangs stoßen, was die nicht uninteressante Frage nach der künftigen Miteinbeziehung der Jungdamen im Sinne der Dienstgerechtigkeit aufwerfen wird, meinte Gudenus abschließend.

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