Wöchentlicher Finanzkommentar der Volksbank Investmentbank AG

Wien (OTS) -

USD Euribor USD Libor Dt. Bund je EUR 3m 3m 10y 21.Jan 05 1,300 2,14% 2,69% 3,57% 14.Jan 05 1,312 2,14% 2,66% 3,55% Veränderung 0,90% 0,00%Pkte 0,03%Pkte 0,02Pkte US ATX DAX DJ Ind. T-Bond 10y 21. Jan 05 4,18% 2426,9 4218,4 10471,5 14. Jan 05 4,18% 2412,2 4217,6 10505,8 Veränderung 0,00%Pkte 0,61% 0,02% -0,33%

Das US-Wirtschaftswachstum hat sich gemäß dem jüngsten Konjunkturbericht der US-Notenbank (Beige Book) bis 10. Januar, dem Stichtag für den Bericht, fortgesetzt. Der Konjunkturindex der Notenbank von Philadelphia ist im Januar auf 13,2 Punkte (Dezember:
25,4) gefallen und signalisiert damit ein verlangsamtes Wachstum des Verarbeitenden Gewerbes der Region Philadelphia, die als Indikator für die landesweite Entwicklung gilt. Die US-Industrie hat ihre Produktion im Dezember um 0,8 Prozent M/M (November: 0,2%) erhöht. Im Gesamtjahr 2004 steigerte sie nach Angaben der Notenbank die Produktion um 4,1 Prozent, was dem stärksten Anstieg seit vier Jahren entsprach. Die Netto-Kapitalzuflüsse in die USA sind im November auf USD 81,0 Mrd (Oktober: USD 48,3 Mio) und damit auf das höchste Niveau seit Juni 2004 gestiegen. Die USA sind zur Finanzierung des hohen Leistungsbilanzdefizits auf ausländisches Kapital angewiesen. Befürchtungen vor einer Verringerung der Kapitalzuflüsse haben die US-Währung in den vergangenen Monaten immer wieder unter Druck gesetzt. Die Industrieproduktion der Eurozone fiel im November um 0,3 Prozent M/M (Oktober: -0,6%). Die Verbraucherpreise sind im Dezember um 2,4 Prozent J/J (November: 2,2%) gestiegen. Ohne die schwankungsanfälligen Preise für Energie und Nahrungsmittel betrug die Jahresteuerung im selben Monat wie im Monat davor 1,9%.

Die Anleiherenditen tendierten in der vergangenen Woche seitwärts. Zwischenzeitlich fiel die Rendite der zehnjährigen Benchmarkanleihe der Eurozone auf 3,496 Prozent und damit auf den niedrigsten Stand seit 17 Monaten. Der Bund-Future erreichte ein Rekordhoch von 120,31 Punkten. Fundamentale Gründe für die Bewegung am Rentenmarkt gab es keine. In der nächsten Woche erwarten wir ein Anhalten der Seitwärtsentwicklung.

Der US-Dollar konnte in den letzten Tagen gegenüber dem Euro nicht zuletzt wegen des deutlichen Anstiegs der Netto-Kapitalflüsse neuerliche etwas zulegen. Zwischenzeitlich erreichte die US-Währung mit 1,2966 zum Euro ein 2-Monats-Hoch. Ende Dezember wurde das Währungspaar noch mit 1,3667 quotiert. In den nächsten Tagen steht die Veröffentlichung des US-Konsumentenvertrauens und die erste offiziellen Schätzung zum US-BIP-Wachstum im 4. Quartal auf der Agenda. Die Daten sollten bestätigen, dass sich die US-Wirtschaft in einer robusten Verfassung befindet. Neue Impulse für den US-Dollar erwarten wir davon nicht. Auf Sicht von einer Woche rechnen wir mit einem Währungsverhältnis des Dollars zum Euro auf aktuellem Niveau.

Die Aktienmärkte haben sich in der vergangenen Woche seitwärts entwickelt. Haupteinflussfaktor für die Märkte sind gegenwärtig die berichteten Unternehmensergebnisse bzw. die Ausblicke des Managements auf das nächste Quartal, die jedoch bis dato nicht gut genug ausfielen, um den Aktienmärkten Impulse zu verleihen. Das kapitalgewichtete Ergebnis je Aktie des S&P 500 stieg im vierten Quartal gegenüber dem entsprechenden Vorjahresquartal bei den 106 Unternehmen, die bisher ihre Zahlen präsentierten um 11,7 Prozent. Im dritten Quartal waren es 16%. In der nächsten Woche erreicht die Berichtssaison in den USA ihren Höhepunkt. Alleine aus dem 30 Werte umfassenden Dow werden dann 13 Unternehmen ihr Ergebnis über das letzte Quartal präsentieren. Mit einigen Impulsen von der Berichtssaison und den veröffentlichten Wirtschaftsdaten erwarten wir leichte Kurssteigerungen an den Aktienmärkten. Der ATX konnte in der letzten Woche etwas zulegen. Siemens hat kürzlich sein Übernahmeangebot von zuvor EUR 55 auf EUR 65 je VA Tech Aktie erhöht. Als neue Bedingung für die Übernahme wurde von Siemens genannt, dass die Eigentümer von mindestens 90 Prozent des Grundkapitals der Übernehme zustimmen müssen, damit sie wirksam wird.

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