Gehrer: Weitere 16 Mio. Euro für klinischen Mehraufwand für AKH Wien überwiesen

Bund sucht Konsens mit der Stadt Wien und ist an einer einvernehmlichen Lösung der Finanzierung des AKH Wien interessiert

Wien (OTS) - Aufgrund der österreichischen Rechtslage sind Länder und Gemeinden zuständig für die Krankenversorgung. Die Länder sind die Träger der Spitäler und der Bund finanziert an den Universitätskliniken die Ausbildung der Ärztinnen und Ärzte sowie Forschungs- und Lehraufwendungen. Seit Jahrzehnten gibt es Diskussionen um diese zusätzlichen Aufwendungen und es wurde mehrmals versucht, die Kosten für diesen "klinischen Mehraufwand" möglichst objektiv zu berechnen. Um diese Frage zu klären, wurde gemeinsam mit der Stadt Wien ein Gutachten in Auftrag gegeben, wobei der Gutachter Prof. Güntert von der Stadt Wien ausgewählt wurde. Leider zeigte sich bei dem Gutachten, dass der neben den Gehältern der Ärztinnen und Ärzte anfallende Mehraufwand nicht eindeutig zu bestimmen ist. "Gestern wurde vom Bund ein weiterer Betrag von 16 Millionen Euro für den klinischen Mehraufwand der Medizinischen Universität Wien an die Stadt Wien für das Jahr 2004 überwiesen. Das ergibt eine Gesamtsumme von 39 Millionen Euro für den klinischen Mehraufwand", sagte Bildungsministerin Elisabeth Gehrer.

Diese Summe stellt den Mittelwert der von dem gemeinsam mit der Stadt Wien bestellten, international anerkannten Gutachter Prof. Güntert errechneten Bandbreite der möglichen Zahlungen des Bundes, für den Betriebsaufwand am AKH Wien dar. "Die weitere Zahlung von 16 Millionen Euro zeigt deutlich, dass der Bund an einer einvernehmlichen Lösung der Finanzierung des AKH Wien interessiert ist und den Konsens mit der Stadt Wien sucht", bestätigte die Ministerin. Mit der Errichtung des Neubaues des AKH Wien und der weiteren Bauführung wurden und werden gute Arbeitsbedingungen geschaffen. "Es ist das eindeutige Ziel des Bundes diese Bedingungen in Abstimmung mit den Verantwortlichen der Stadt Wien durch eine ausgewogene Finanzierung auch in Zukunft sicherzustellen", so Gehrer abschließend. Insgesamt hat der Bund für das Jahr 2004 219 Millionen Euro für den klinischen Mehraufwand, die Gehälter der Ärztinnen und Ärzte sowie für Bau- und Geräteinvestitionen geleistet.

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