Sozialdemokratischer Wirtschaftsverband startet in Tirol in den Wahlkampf

Wien (SK) "Aus Sicht der SPÖ kann ich mit der Neuaufstellung des Tiroler Wirtschaftsverbands sehr zufrieden sein", erklärte SPÖ-Vorsitzender LHStv. Hannes Gschwentner beim heutigen Wahlkampfauftakt des sozialdemokratischen Wirtschaftsverbands. Das Team um den Tiroler Spitzenkandidaten Jakob Riser werde die wirtschaftliche Kompetenz der SPÖ beweisen. ****

Punkten will der sozialdemokratische Wirtschaftsverband mit den Themen "Steuern senken, Kaufkraft stärken und UnternehmerInnen sozial absichern", führte Spitzenkandidat Christoph Matznetter aus. "Das Beispiel Austria Tabakwerke zeigt den falschen Fokus der schwarz-blauen Regierung: Sie agiert wie ein gewählter Repräsentant der internationalen Konzerne." Die von Finanzminister Grasser gepriesene Steuerreform ändere nichts an den strukturellen Problemen. Der Löwenanteil der Begünstigung - etwa durch die Senkung der Körperschaftssteuer - entfalle auf die 1000 größten Unternehmen Österreichs. "Für die Kleinen bleibt nichts übrig. Das betrifft Tirol ganz besonders, wo im Durchschnitt sechs Beschäftigte pro Betrieb arbeiten", so Matznetter. Besonders schwer hätten es Unternehmerinnen. "Sie haben mit den gleichen Problemen zu kämpfen wie Arbeitnehmerinnen - fehlende Kinderbetreuung sowie Doppelbelastung durch Beruf und Familie. Zudem verlangen Banken von Unternehmen, die in weiblicher Hand sind, mehr Haftung", sagte Matznetter.

Für Tirol fordert der Wirtschaftsverband unter Spitzenkandidat Jakob Riser vor allem die verstärkte Förderung der Klein- und Mittelbetriebe im Zusammenhang mit der Lehrlingsausbildung. "Gezielte finanzielle Förderung und vorgezogene Investitionen der öffentlichen Hand können die wirtschaftliche Basis der Betriebe verbessern und dem absehbaren Facharbeitermangel entgegen wirken", so Riser. Sorgen bereiten ihm die schlechteren Kreditbedingungen, die sich aus dem Basel-II-Regime ergeben und vor allem die Branchen Bau und Tourismus treffen. Er fürchtet Konkurse und weniger Investitionen. Matznetter betonte in diesem Zusammenhang die Untätigkeit der Bundesregierung, die "nicht hilft, die Auswirkungen des Basel-II-Regimes abzufangen, indem etwa kleine Banken ausgenommen werden".

Bei der Wahl vom 12. bis 15. März sind 31.700 Personen in Tirol wahlberechtigt. Erreichen wollen Matznetter und Riser, "das beste Ergebnis, das wir je hatten". Es gelte, vor allem in den Fachgruppen stärker zu werden. (Schluss) ns/mm

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