Erfolgsbilanz: Equal Projekt "Gleiche Chancen im Betrieb"

ExpertInnentagung: Maßnahmen gegen Rassismus am Arbeitsplatz

Wien (OTS) - Am 20. und 21. Januar 2005 fand im Bildungszentrum
der AK Wien und im Gewerbehaus der WK Wien die Konferenz "Gleiche Chancen im Betrieb - Maßnahmen und Instrumente zur Vermeidung von Rassismus am Arbeitsplatz" statt. Internationale und nationale Arbeitsmarkt- und MigrationsexpertInnen diskutierten gemeinsam mit renommierten VertreterInnen aus europäischen Modellbetrieben. Eröffnet und eingeleitet wurde die Konferenz gestern Donnerstag von Herbert TUMPL, Präsident der Arbeiterkammer Wien, Integrations- und Frauenstadträtin Mag. a Sonja WEHSELY, Mag. Kemal BOZTEPE, Stadt Wien und Mag. Fritz MEIßL, Geschäftsführer des Wiener ArbeitnehmerInnen Förderungsfonds (waff).

Die zweitägige Konferenz bildete jedenfalls den Abschluss der Wiener Equal-Partnerschaft "Gleiche Chancen im Betrieb" ,die aus Mitteln des Europäischen Sozialfonds und des BMWA (Bundesministerium für Arbeit und Wirtschaft) gefördert wurde.

Das Europäische Zentrum für Wohlfahrtspolitik und Sozialforschung, IBG - Betriebliche Gesundheitsförderung, waff (Wiener ArbeitnehmerInnen Förderungsfonds), WIF (Wiener Integrationsfonds) und der Verein ZARA - Zivilcourage und Anti-Rassismus-Arbeit erarbeiteten in den letzten 30 Monaten gemeinsam mit sechs Musterbetrieben "Codes of Conduct" (Verhaltenskodizes), die Strategien zur Vermeidung von Diskriminierung und zur Förderung von Chancengleichheit in der Arbeitswelt beinhalten.

Die Musterbetriebe decken das gesamte Spektrum der Wiener ArbeitgeberInnen ab: vom öffentlichen Bereich - Magistratsabteilung 20 (Fremdenrechtliche Angelegenheiten) - über Non-Profit - Kuratorium Wiener Pensionistenwohnhäuser, Fachhochschule Technikum Wien, BUAK (Bauarbeiter Urlaubs- und Abfertigungskasse) - bis zu reinen Privatunternehmen (Shell Austria AG, Deichmann- Schuhvertriebsges. m. b. H.) reichte die Palette jener Unternehmen, die im Rahmen der Konferenz die Ergebnisse und den Prozess der Erarbeitung ihrer Codes of Conduct vorstellten.

Auch VertreterInnen internationaler sogenannter good practice Betriebe (u.a. Ford, Eircom) präsentierten auf der Konferenz ihre erfolgreichen Modelle und Maßnahmen.

Fazit der Konferenz: In vielen europäischen Ländern gibt es seit Jahren betriebliche Anti-Diskriminierungs-Maßnahmen, die als Best Practice dienen können. Der Vergleich zeigt auch, dass es nicht unbedingt, wie etwa in Irland, auf eine lange Tradition ankommt, sondern dass es möglich ist, in kurzer Zeit einen großen Sprung vorwärts zu machen. Das ist jedoch nur durch eine Zusammenarbeit von Politik, Wirtschaft, NGOs und SozialpartnerInnen möglich, wie auch die anwesenden ExpertInnen aus Irland, den Niederlanden, Schweden, Deutschland, Großbritannien und Belgien betonten. (Schluss) gph

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